01.03.2010 Gosaikunda - von heiligen Seen, erstiegenen 5000ern und einem wunderschoenen Trekking Nepal, das Trekkingmekka - natuerlich hatten wir auch ein Trekking geplant, allerdings eher kurz da wir nicht mehr viel Zeit hatten. Wir hatten eine Empfehlung fuer eine Tour im LAngtanggebirge oestlich von Kathmandu bekommen, eine relativ kurze Wanderung zu den Gosaikundaseen. Natuerlich war Ram wieder mit von der Partie.
Am 30. November gings dann los - zuerst nach Dunche mit dem Bus (ca 8h) durch ein wunderschoenes Tal. Dort bezogen wir gleich ein Hotel – die Stadt selbst war nichts Besonderes, mehr ein Durchzugsort. Wir waren fast die einzigen Touristen, erst am Abend sahen wir andere. Kurz vor Dunche wird das Tal sehr eng und steil und die Strecke abenteuerlich - aber auf den steilsten Haengen wird noch auf Terassen Reis angebaut
Am naechsten Tag gings dann gegen 9 Uhr nach einem guten Fruehstueck los Richtung Sing Gompa unser Tagesziel. Der Weg wurde uns als sehr steil und durchaus ansteigend beschrieben, was auch zutraf. Zuerst gings an einer Mineralwasserfabrik vorbei eben in ein Tal, ueber eine Bruecke und ab dem Zeitpunkt nur mehr aufwaerts.
Der Weg wird hauptsaechlich von Einheimischen benuetzt, denen wir immer wieder begegnen - hier an einem wunderschoenen Aussichtspunkt auf den Manaslu und den Ganesh Himal
Ram trug den Rucksack von Dani, sie ging ohne. Mittag assen wir am Weg, wir hatten in Dunche etwas Proviant eingekauft. Schliesslich erreichten wir nach fast 5 Stunden wandern Sin Gompa (3200m), wo wir uns gleich in einem Ram bekannten Hotel einquartierten. Das Hotel war einfach aber super, das Essen gut und es gab sogar eine Warmwasserdusche, Wahnsinn. Wir machten dann einen Spaziergang im Ort, die beruehmte Kaeserei mit Yakkaese war leider geschlossen.
Am naechsten Morgen gings wieder gegen 9 Uhr nach einem super Tsampafruehstueck (Tsampa = Gerstenmehl, siehe Tibetberichte) los – ein wunderschoener Weg schraubte sich immer hoeher, durch wunderbar verwitterten Wald, raus aus den Wolken, die unter uns zurueckblieben.
Nach ca 2 Stunden erreichten wir Lauribina, ca in der Wegmitte, wo der Weg dann nochmals steil wurde. Schliesslich erreichten wir das Ende des steilen Stuecks, Lauribina Peak mit einer wunderbaren Aussicht. Dort trafen wir ein paar Deutsche wobei ein aelterer Mann mich nach meinem Fotoapparat ausfragte.
Der Trekkingmassentourismus hinterlaesst leider Spuren am Weg - man muss zugeben wir sind daran auch Mitschuld, auch wenn wir unseren Muell komplett wieder mitnahmen
Schliesslich erreichten wir die Seen von Gosaikunda, wunderschoene Bergseen, auf 4300m gelegen. Da wir relativ schnell aufgestiegen waren, merkten wir die Hoehe. Alex reizte dann schon ein Aufstieg auf den 5144m hoehen Suraiya Peak, der ca 800m hoeher gelegen war und relativ problemlos zu besteigen sein sollte. Er erkundete den Weg noch am gleichen Tag ein Stueck waehrend Dani und Ram im Hotel rasteten.
Den Tag beschlossen wir mit einem guten Abendessen, wobei wir uns dann in unser eiskaltes und zugiges Zimmer verzogen. Alex hatte beschlossen, am naechsten Morgen um 5 Uhr mit der Stirnlampe auf den Berg zu starten.
Am naechsten Morgen gings im Stockfinstern los mit Strinlampe, wobei Alex den erkundeten (und eigenhaendig markierten) Weg trotz Vollmond im Gewirr der riesigen Steinbloecke nur mit Muehe wieder fand.
Abendteuerlich wurde es als er zum Punkt kam, ab dem er dem Weg nicht mehr kannte. Der Weg war teilweise markiert, wobei die Markierungen ploetzlich aufhoerten. Er suchte sich selbst einen Weg, der relativ steil ueber ein Geroellfeld fuehrte. Im anschliessenden Talkessel war vom Weg nichts mehr zu sehen und Alex ging auf gut Glueck weiter bis er im Schnee aeltere Spuren von anderen Besteigern fand.
Nach etwas ueber 2 Stunden erreicht Alex den 5144m hohen Suraiya Peak
Ab dann war die Sache einfach…eine ¾ Stunde spaeter stand er am Gipfel des Suraiya Peak – nach insgesamt 2h und 15 Minuten. Nach einer halben Stunde, in der er die wunderbare Aussicht bewunderte, machte er sich den Spuren folgend an den Rueckweg und fand dabei den richtigen Weg, der super markiert war aber leider an der gegenueberliegenden Bergflanke entlangfuehrte.
Leider hatte ihm der Herbergsbesitzer falsche Angaben gemacht. Egal. Nach ca 4h war er gegen 9 Uhr wieder bei der Herberge, wobei die Besitzer ihm nicht glaubten, am Gipfel gewesen zu sein und Gipfelfotos als Beweis sehen wollten – sie waren ueber die kurze Gehzeit sehr erstaunt;1 Stunde schneller als die - ihnen bekannte - schnellste Besteigung.
Nach einem Fruehstueck gings den Weg nach Sin Gompa retour, wo wir gegen 15 Uhr ankamen. Ram spuerte sichtlich die Hoehe und war den ganzen Tag alles andere als fit. Wir waren alle froh am Abend in der Lodge anzukommen und belohnten uns mit dem dort gebackenen super Apfelkuchen :-).
Am naechsten Tag hatte sich Ram immer noch nicht besonders erholt, sodass Dani beschloss Rams Rucksack zu nehmen. In der Frueh trafen wir beim Fruehstueck noch eine oesterreichische (kaerntner) Malerin, die mit einem Fuehrer unterwegs war und den Helambu Trek (in der Naehe) machen wollte. Ganz lustig wiedereinmal deutsch/kaerntnerisch zu reden :-).
Nach einer gemuetlichen Mittagspause erreichten wir schliesslich die Talsohle, wo wir nach ein paar Fotos den letzten Anstieg nach Dunche machten. In Dunche versuchten wir zuerst eine direkte Mitfahrgeglengenheit nach Kathmandu zu finden, was nicht moeglich war. Dann quartierten wir uns in ein Hotel ein und liessen den Tag gemuetlich ausklingen.
Den Abschluss der Wanderung muss man feiern - gemuetliches Zusammensitzen bei einem Becher Milletbier - Bei diesem Bier werden vergorene Miletkerne mit heissem Wasser aufgegossen...
...man trinkt es nach einer gewissen Zeit (je laenger desto staerker das Bier) mit dem Strohhalm. Kein kuehles Bier also :-), aber super! Am naechsten Morgen gings dann gegn 7 Uhr mit dem Bus nach Kathmandu, am Weg gabs den obligatorischen Stop in einer Joghurtbar in einem kleinen Bergdorf und beim Dal Bhat Restaurant, in dem wir bereits am Hinweg zu Mittag gegessen hatten.
18.01.2010 -Tibet - der Wahnsinn! Ab in den Norden - zum heiligen Namtso SeeTibet - der Wahnsinn! Automobile diaries - Teil 1 Tag 6: Samye Monastery (2. November) Fast puenktlich um 10 Uhr wurden wir von Namso und unserem neuen Fahrer Lobsang im Hotel abgeholt und mit Anne zusammen zum Flughafen gebracht. Gegen 11 Uhr waren wir da. Namso brachte schnell Anne zum Schalter und dann gings los. Der Fahrer kannte eine Abkuerzung zum Samye Monastery, wunderschoen, die auf der Klosterflusseite den Fluss entlang fuehrte. Grossteils gings durch Sandduenen, immer auf einer Schotterpiste. Zum Glueck hatten wir ja nun einen Jeep.
Wir fahren das Bramaputratal entlang - die Ufer sind interessanterweise von Sandwuesten gesaeumt
Wir fuhren ca 3 Stunden zum Samyekloster. Das Kloster ist in Mandalaform angelegt und wurde in der Kulturellen Revolution fast komplett zerstoert. Es wird nun neu aufgebaut und restauriert.
Kleinere Haueser versinnbildlichen die Inseln auf denen die Menschen im unendlichen Ozean leben. Am Mount Meru leben nur Goetter. Die Moenche waren waehrend unserer Besichtigung gerade am Beten und singen, es wurden Opfergaben dargebracht. Unser Fuehrer sagte uns, dass heute ein besonderer Tag sei an dem die Moenche den ganzen Tag beten wuerden. Schoen auch die Begleitung mit Trommeln und Trompeten. Das Kloster wurde stark von den Anhaengern der Nyngma Schule gepraegt, da der Gruender dieser Schule Padmasambhava auch Mitbegruender des Klosters war. Besonders schoen ist eine Statue des 1000 armigen helfenden Buddhas (Avalokitesvara), an jedem der tausend Arme ist ein Auge aufgemalt.
Dann diskutierten wir lange mit unserem Fuehrer, ob wir in Samye oder Tsetang schlafen werden (Samye hatten wir in unserem Reiseplan mit der Agentur festgelegt) und fuegten uns schliesslich, nach Tsetang zu fahren. Dabei wurde uns klar dass es unbedingt notwendig war uns mit Fuehrer und dem (wie wir zuerst glaubten) sehr kompetenten Fahrer zusammenzusetzten und den kompletten Plan durchzubesprechen. Das machten wir dann am Abend.
Zuerst gingen wir aber noch eine Runde im Tempelbezirk und besichtigten die 4 Stupas, die die Elemente darstellten.
Dann wollten wir auf den Berg hinter dem Kloster steigen (heiliger Berg Hepo Ri), der empfohlen war, weil man von dort aus eine super Aussicht haben sollte. Zum Glueck hatten wir uns vorher gut ueber die Reiseroute informiert… Unser Fuehrer wartete inzwischen mit dem Fahrer. Die Wanderung war super und die Aussicht grandios, wunderbar!
Dann gings die Strasse weiter nach Tsetang, wunderschoene Landschaft, wo wir nach dem Ueberqueren des gelben Flusses(Bramaputra) ankamen. Nun gings ans Hotel suchen, das einzige Hotel das Namso kannte war uns mit 220 Y einfach zu teuer. Wir suchten und fanden schliesslich ein Hotel aus unserem Reisefuehrer, wo wir schliesslich mit 160 Y davonkamen. Tsetang selbst war eine haessliche chinesische Stadt ohne Flair (waeren wir doch in Samye geblieben…), das einzige interessante war die Tatsache, dass in Tsetang die tibetischen Khampas eine grosse Armee der technisch weit ueberlegenen Chinesen besiegt hatten. Dann gingen wir essen und starteten mit der Beprechung der Route, stellten ziemlich Einiges um, wobei uns der kompetente Fahrer eine grosse Hilfe war. Wir hofften nun die Diskussionen um die Route vermeiden zu koennen, da sei es wir wie Fahrer und Guide wussten, was sie erwartete. Um den letzten Tag diskutierten wir lange bis wir verstanden, dass die Agentur das permit um einen Tag zu kurz beantragt hatte. Laut Permit sollten wir am 11. November bereits in Nepal sein, laut unserem mit Mr. Chen besprochenen Plan erst am 12. November. Es endete damit, dass die Agentur sich erkundigt und sich morgen meldet. Sollten wir am 10. November bereits Tibet verlassen muessen werden wir aber 1000 Yuan zurueckverlangen. (Guide und Fahrer sind anschliessend mit dem Taxi zum Hotel gefahren, wir gingen zu Fuss
Tag 7: Trandruk Monastery, Yumbulakhang Castle, Yamdrok Tso Lake (3. November) Nach einem schlechten Fruehstueck und mit ca einer halben Stunde Verspaetung, weil wir auf den Fahrer warten mussten, starteten wir zum Trandruk Monastery. Das Kloster wurde gerade massiv renoviert und so weigerten wir uns das Eintrittsgeld von 70 Yuan pro Person zu zahlen. Der Moench sagte, kein Problem, wenn wir ihm 35 Yuan Spende fuers Kloster geben wuerden, koennten wir auch rein. Gesagt getan, im Kloster gabs wirklich fast Nichts zu sehen, nur die absoluten Highlights, einen perlenbesetzten Tangka sowie ein Stofftangka mit dem present Buddha als Motiv. Die Besichtigung war bald vorbei und wir starteten weiter zum Yumbulakhang Castle. Das wunderschoen gelegene Schloss wurde vom ersten Koenig Tibets erbaut und stammt aus dem 2ten Jahrhundert. Es war so gut gebaut, das es sogar die kulturelle Revolution ueberstanden hatte. Die Aussicht war grandios, das Innere klein aber schoen und der 30 Minuten Spaziergang auf den Huegel rauf super.
Dann gings weiter auf den Kampa La pass (4900m), auf dem wir stehen blieben und dann einen kleineren Spaziergang auf einen Huegel machten, von dem man eine super Aussicht auf den Yamdrok Tso Lake hatte.
Dann gings weiter in schnellem Tempo, das von dem sichtlich schlecht gelaunten Fahrer vorgelegt wurde, nach Nargatse, wo wir nach ca 45 Minuten ankamen. Dann gings auf Herbergssuche, das erste Hotel das sie uns empfahlen verlangte fuer ein Zimmer ohne Dusche 100 Y was uns etwas zu viel vorkam. Wir schauten in mehrere Hotels und nahmen schliesslich eines um 100 Y das zumindest halbwegs dem Preis entsprach. Langsam kommt uns der Verdacht, dass unsere Uebernachtungen relativ teuer sind, da wir immer fuer Fahrer und Guide mitbezahlen.
Anschliessend gingen wir zusammen essen, wobei wir in ein ihnen bekanntes Restaurant gingen, in dem sie uns an einen Tisch setzten und dann alleine liessen. Das Restaurant war sauteuer allerdings auch gut. Am Nachhauseweg holten sie uns ein und sperrten uns den Jeep auf, wie wir gebeten hatten. Dann eroeffnten sie uns, dass uns der Jeep am naechsten Tag nicht wie geplant vom Kloster abholen koenne, da das nicht im Plan includiert war und verlangten fuer insgesamt 16 km 100 Yuan (astronomische 10 Euro). Daraufhin beschlossen wir, nur den halben Weg zu gehen und alles zu Fuss zu machen, da wir sonst in Gyantse (der naechsten Station) zu wenig Zeit haetten. Morgen gehts dann also um halb 9 Uhr los. Hoffentlich ist der Fahrer, von dem alle Probleme ausgingen, morgen besser gelaunt.
Tag 8: Gyantse (4.November) Der Tag begann recht frueh nach einer unruhign Nacht (fuer Alex – Verkuehlung) mit einer Mongolischen Dusche: Wir waermten den ganzen Topf Wasser, den wir hatten (kein fliessendes Wasser verfuegbar) mit unserem kleinen Tauchsieder. Super Geraet ;-). Dann wurde Hafele fuer Hafele abgeduscht. Dann starteten wir mit unserem Guide in Richtung Samding Monastery, wunderschoene Wanderung ueber den teilweise zugefrorenen Morast rund um den See.
War echt auch angenehm mit dem Guide, der uns etwas von sich selbst erzaehlte. Er behauptete 6 Monate in chinesischer Haft gewesen zu sein, nach den Unruhen vom Maerz 2008. Er erzaehlte auch von Misshandlungen, ob er es allerdings selbst war oder ein Freund von ihm ist schwer zu sagen (zu glauben). Dann gings zurueck, wo wir den Fahrer wecken mussten, der sich gemuetlich wusch waerend wir warteten. Schliesslich erfuhren wir, dass Guide und Driver den Schluessel zu ihrem Hotelzimmer verloren hatten und der Guide suchte lange bis er dann schliesslich die verlangten 50 Yuan zahlte. Schon dabei merkten wir, dass der Fahrer den Guide immer aufstachelte und gegen uns Stimmung machte. Wir stoppten (der Fahrer sehr wiederwillig) 2 mal, um an wunderschoenen Plaetzen am Weg Fotos zu machen (unter anderem am Karo La Pass 5030m).
...einer Insel mit einem verwunschenen Schloss - echt malerisch
Schliesslich erreichten wir viel frueher als abgeschaetzt Gyantse, wo wir Mittagessen gingen. Nach einem Anruf bei der Agentur, um die Verlaengerung des Permits zu klaeren, gings zum Kumbum (einer beruehmten, 9 stoeckigen Stupa), wobei unser Guide uns eroeffnete, dass wir entgegen unserem Wunsch und unseren gemeinsamen Plan heute nach Shigatse fahren muessten. Nachdem wir bereits das dritte Mal mit ihm darueber diskuttierten, wollten wir wissen warum er seine Meinung geaendert habe, worauf er komplett ausrastete und sagte, dass er uns nicht mehr fuehren koenne. Nach langen lautstarken Diskussionen, die mehrere neugierige Tibeter anlockten und nachdem wir dem Fahrer klar gemacht hatten, dass wir ihm misstrauen, gingen wir ziemlich zornig mit unserem Guide in den Tempel. Dieser lies uns den Tempel und den Kumbum alleine besichtigen und sagte, er werde inzwischen mit der Agentur reden.
Der Tempel (neben Kumbum) war nichts Besonders, ganz okay. Der Kumbum war schliesslich grandios, allein auf den ersten 4 Stoecken ueber 70 Kapellen, alle mit dunkeln Eingaengen, wunderschoen verziert mit den verschiedensten Buddha Darstellungen und Waechtern. Wir besichtigten alle 5 offenen Stoecke, die sich gegen Spitze hin verjuengten – wunderschoen und jede Kapelle anders. Schliesslich gingen wir noch auf den Huegl hinterm Kumbum, wunderschoener Blick auf den Kumbum und die Altstadt von Gyantse.
Nach der Besichtigung gings zurueck, wo unser Fahrer bereits auf uns wartete. Nach kurzem Warten kam dann auch unser Guide, der uns eroeffnete, dass wir ohne weiteres in Gyantse bleiben koennten. Wir suchten Hotel (ohne Probleme, ganz super nette Leute, super Zimmer, 120 Yuan) und dann kam unser Fuehrer mit uns auf den Dzong, die Festung. Dabei eroeffnete er uns, dass der Fahrer unbedingt nach Shigatse zu seiner Freundin wollte und deshalb von ihm verlangt hatte, er sollte uns erzahlen, wir muessten nach Shigatse. Wir hatten uns schon so etwas gedacht, deshalb waren wir wenig erstaunt, als er uns eroeffnete, dass praktisch alle Probleme die wir hatten vom Fahrer provoziert wurden. Der Spaziergang auf den Dzong war wunderschoen, die Aussicht war grandios.
Von der Spitze sahen wir die Altstadt, die sich Alex dann spaeter noch anschaute (Dani war einfach zu fertig von den Tagesgeschehnissen udn Diskussionen). Die Altstadt war genial, man bog von der Hauptstrasse ab und kam sich vor wir im Mittelalter, angebundene Kuehe, schoene alte tibetische Haeuser, gepflasterste Strasse und wenig, aber die traditionell gekleidete Tibeter, die immer freundlich gruessten. Und ueber allem thronte der Dzong. Es gibt es also doch noch, das Tibet wie es frueher war – in Gyantse kann man es finden.
Schliesslich gingen wir mit dem Guide gut essen. Dabei erzahlte er uns, dass sich der Fahrer weigerte das naechste Kloster das wir auf der Liste haben anzufahren – schaut so aus als wuerde der Kampf weitergehen – aber zumindest nur mehr gegen den Fahrer :-)
21.12.2009 - Shangri LA und ein ein kleiner Ausflug in das Leben einer tibetischen Familie - Tashi delay! Nach unserem Ausflug an die Grenze von Tibet und unserer umwerfend wunderschoenen Zeit in der Meili Gebirgskette beschlossen wir unsere Reiseplaene umzuschmeissen und statt zurueck in den Sueden nach Laos, nach Tibet und dann weiter nach Nepal zu reisen. Es ist schoen wenn man an keine fixen Plaene gebunden ist :-). Da wir wussten dass das Reisen in Tibet problematisch ist und man wenig erlaubten Kontakt zu den Einheimischen hat, versuchten wir eine Moeglichkeit zu finden, in das Leben der Tibeter etwas naeher einzutauchen. Da sich Shangri La ja auch im Gebiet des alten Tibets befindet und von einem - fruher sehr kriegerischen - tibetischen Stamm, den Khampas bewohnt war, und zudem hier nicht so starke Ueberwachung stattfand wie im Kernland Tibets, gab es die Moeglichekeit eine gewisse Zeit bei einer tibetischen Familie zu verbringen. Wir fanden dann auch ein Angebot eines Guesthauses, allerdings fuehlte sich Dani nicht gut, sodass Alex beschloss alleine hinzufahren. Schliesslich gings in der Fruehe los, Jennifer aus den USA war mit Alex von der Partie.
Die Leute vom Guesthaus brachten uns schliesslich zur tibetischen Familie, die in einem Dorf nicht weit von Shangri La lebte und fuhren zurueck – die naechsten 24h sollten wir dort verbringen. Gluecklicherweise sprach Jennifer leidlich chinesisch, sodass eine Kommunikation mit der Familie moeglich war, was einen sehr viel tieferen Einblick in deren Leben ermoeglichte.
Die Familie lebte in einem 2 stoeckigen Bauernhaus, wobei das ganze Erdgeschoss aus dem Stall bestand und im ersten Stock, den man durch eine Leiter erreichte, die Wohnraume der Familie waren. Das Zentrum des Hauses war ein riesiges Wohnzimmer, in dessen Mitte auch den ganzen Tag ueber ein grosses Feuer brannte.
Das Zentrum des Wohnzimmers im ersten Stock - die Feuerstelle (im Hintergrund das grosse Poster Maos), links die Konstruktion fuers Wasserwaermen
Natuerlich gab es keinen Kamin, der Rauch des Feuers suchte sich seinen Weg durch die vielen Ritzen im schindelbedeckten Dach. Auf der Feuerstelle befand sich auch eine interessante Konstruktion aus mehreren Kesseln, in der das Wasser fuer den taeglichen Gebrauch (Waschen, putzen, abspuehlen) erwaermt wurde. Im Haus gab es naehmlich kein fliessendes Wasser – dieses musste erst vom Dorfbrunnen geholt werden, was immer die Grossmutter machte. Als ich ihr beim Tragen des schweren Blechkanisters (sicher 30L dh mehr als 30 kg) helfen wollte gab sie mir zu verstehen, dass das ihre Aufgabe sei und das schon schaffen wuerde :-).
Im Wohnzimmer, das recht dunkel war, brannte ein Gluehbirne, es gab sogar einen Fernseher. Interessanterweise war die tibetische Familie (hauptsaechlich der Grossvater) ein grosser Anhaenger Maos (der ja Tibet erobern lies), sodass neben dem buddhistischen Hausaltar ein grosses Poster Maos angebracht war – ein kompletter Wiederspruch. Der Grossvater war auch immer im typischen Maoistendress – eine blauer Arbeitsanzug mit Kappe. Die Familie bestand – zumindest im Moment – aus einem Maedchen von 7 Jahren, dessen Mutter und Vater (beide um 30 Jahre alt), der Grossmutter (65 Jahre) und dem Grossvater (75 Jahre).
Die Grossmutter - hilft und packt vor allem beim Wasserholen fest an :-) Den Vater des Maedchen haben wir nie lange gesehen, da die Dorfgemeinschaft gerade gemeinsam die Hauptstrasse ausbaute und er somit mit dem hauseigenen Traktor (einem ex-sowjetischen diesel-eintakter Massenprodukt) mithelfen musste. Die altere, 13 jaehrige Tochter der Familie musste, da in ihrer Schule leider einige Faelle an Schweinegrippe aufgetaucht waren, 2 Wochen in Quarantaene verbringen.
Zuerst wurden wir nach tibetischer Sitte mit Buttertee (Butter von der hauseigenen Kuh-Yak Kreuzung), tibetischem Brot (Baba) und Tsampa begruesst. Das ist nach alter tibetischer Sitte das Zeichen einen Gast im Haus willkommen zu heissen. Dann gabs gekochte Kartoffel vom eigenen Acker – natuerlich wieder mit Buttertee.
Anschliessend machten wir uns mit der Mutter und dem Maedchen auf, sie wollte uns die Felder der Familie zeigen. Dabei erfuhren wir viel uber das Leben und die Lebensweise der Familie, die sich wohl in den letzten 10 Jahren sehr stark veraendert hat(Strom, Handy, Fernseher…). Unter anderem sagten sie uns, dass sie sich zu 80% selbst versorgten und deshalb stark von den Ertraegen der Felder abhaengig waren. Wenn die Ernte schlecht war, musste der Vater oft als Tageloehner arbeiten um das Geld fuer zusaetzliche Lebensmittel zu verdienen. Ihre einzige regelmaessige Erwerbsquelle bestand darin in den Sommermonaten Juli-August Pilze zu suchen und diese zu verkaufen – in einem besonders guten Jahr verdienten sie dabei insgesamt ca 60 Euro, wovon sie dann im Normalfall das ganze Jahr einkaufen mussten. Da verstanden wir, wie wichtig unser Besuch fuer die Familie war – wir zahlten schliesslich 20 Euro pro Kopf dafuer. Wie schon gesagt konnte Jennifer sich gut verstaendigen, wodurch eine interessante Kommunikation mit der Familie moeglich war. Am Spaziergang suchten wir Tannenzweige, die die Mutter dann am naechsten Morgen in der taeglichen Opferung verbrannte.
Am Weg sahen wir auch die 3 Yak-Kuh Kreuzungen, die der Familie gehoerten. Interessanterweise grasten sie friedlich unbeaufsichtigt an einem Hang – auf unsere Frage wie denn die „Kuehe“ gemolken werden, laechelte die Frau nur – wir sollten spaeter merken warum. Wir kamen dann schliesslich wieder zum Dorf, wobei uns ein Radfahrer mit einer Kiste am Gepaecktraeger entgegen kam. Das kleine Maedchen, das vorher beleidigt und schimpfend - wahrscheindlich ueber den langweiligen Spaziergang - neben uns hergetrottet war, bekam gleich grosse Augen und bestuermte die Mutter auf Tibetisch, die ihr schliesslich Geld gab. Nun verstanden wir was der Mann am Fahrrad war, ein Eisverkaeufer. Ab dem Zeitpunkt war das Maedchen wieder vergnuegt und schleckte mit grosser Hingabe an ihrem Eis :-).
Wieder im Haus bekamen wir Buttertee – was sonst – mit Tsampa und Baba und versuchten uns mit Grossvater und Grossmutter zu unterhalten, die nur gebrochen chinesisch sprachen. Die Hausarbeit wie putzen, kochen, Brot (Baba) backen, abspuelen wurde grossteils von der jungen Mutter verrichtet, die Grossmutter half ihr manchmal dabei, war aber offensichtlich hauptsaechlich fuer die Tiere (Schweine, Ziegen, Huehner und Kuehe) zustaendig.
Spaeter, kurz vor dem Dunkelwerden, winkte sie uns ihr zu folgen. Sie oeffnete die Tuer des Innenhofes und – wir glaubten unseren Augen kaum – brav trotteten die Yak-Kuehe, die wir vorher in einiger Entfernung am Hang gesehen hatten in den Hof. Die Tiere bleiben den ganzen Tag auf der Weide und kommen alleine kurz vor der Dunkelheit durch das ganze Dorf in den Stall zurueck – jedes Tier weiss anscheinend genau wo es hingehoert. Im Hof werden sie dann versorgt und fuer die Nacht eingesperrt. Die Mutter hatte inzwischen einen tibetischen Hotpot(deutsch: heisser Topf) vorbereitet, einen Tontopf mit einem Loch in der Mitte, in das gluehende Kohlen gefuellt werden.
In den Topf werden Nudeln, Gemuese (eine Art Mangold), irgendwelche Rueben und - in unserem Fall - gekochter Schweinespeck (vom eigenen Schwein) gegeben und laenger gekocht. Dann wird mit den Staebchen direkt daraus gegessen. Nach einigen weiteren Tassen Buttertee (der uebrigens immer noch im Butterfass zubereitet wird) und einigen interressanten Gespraechen mit der etwas englisch sprechenden jungen Tochter gings ins Bett. An diesem Tag hat Alex gezaehlte 28 Tassen Buttertee getrunken – eigendlich wenig wenn man bedenkt, dass die richtigen Tibeter pro Tag 60 Tassen und mehr trinken :-). Am Morgen wachten wir gegen 7 Uhr auf, im Haus war das Leben schon in vollem Gange. Die Mutter hatte schon frisches Baba gebacken und wartete mit dem Fruehstueck auf uns. Dazu gab es – was wohl – Buttertee mit Baba und Tsampa und als besonderen Leckerbissen den ubriggebliebenen gekochten Speck vom Hotpot vom Vortag.
Anschliessend sahen wir der Grossmutter beim Melken der Yak-Kuh zu, halfen beim Fuettern der Tiere (speziell der Schweine) und beim Roesten der Gerstenkoerner, die dann fein zermalen die Tsampa ergeben. Anschliessend spazierten wir im Dorf umher und beobachteten die Dorfgemeinschaft beim Ausbau der Strasse – die Regierung stellte Fachkraefte und das Material, die Dorfbewohner mussten mit ihrer Arbeitskraft ihren Beitrag leisten – eigendlich eine vernuenftige Arbeitsweise.
Schliesslich wurden wir nach einem Mittagessen bestehend aus Buttertee, Baba, Tsampa und Kartoffeln wieder vom Herbergsbesitzer abgeholt und fuhren anch vielen Segenswuenschen von seiten der Familie und mit einigem Baba als Wegzehrung wieder zurueck nach Shangri La.
Nun heisst es Abschiednehmen von der extrem warmherzigen, offenen und gastreundlichen Familie, die wir in der kurzen Zeit sehr ins Herz geschlossen haben
In Shangri La kuemmerten wir uns hauptsaechlich um die Organisation unsres Tibetaufenthalts. Da wir moeglichst viel Zeit in Tibet verbringen wollten und einige nicht ganz konventionelle Ziele ins Auge gefasst hatten mussten wir uns ein eigenes Tourpaket zusammenstellen (reisen auf eigene Faust ist in Tibet ja nicht moeglich). Bei den Agenturen in Shangri LA waere uns das zu teuer gewesen. Schliesslich fanden wir eine Agentur in Kunming, der Hauptstadt Yunnans, mit der wir dann in schweisstreibenden Diskussionen per Telefon die Route und den Preis verhandelten und schliesslich fixierten. Anschliessend bestiegen wir den Nachtbus (eine super chinesische Einrichtung mit gemuetlichen, waagrechten Stockbetten, in 3 Reihen in einem Bus montiert), der uns dann in 8 Stunden nach Kunming brachte von wo aus wir am naechsten Tag nach Lhasa flogen.
Si und die Meili Bergkette - schoener kann es fast nicht sein - Tashi delay! Die FAhrstrecke nach Deqin stellte viel in den Schatten was wir bis jetzt gesehen hatten. Wunderschoen, extrem spektakulaer und hohe Paesse mit wunderschoener Aussicht.
Im Bus lernten wir Wolfgang aus Oesterreich kennen, der auch ein paar Tage in Deqin verbringen wollte. Nach ca 6 stunden Fahrt erreichten wir die staubige Grenzstadt, die nicht einmal besonders schoen gelegen war. Wir beschlossen, wie im Fuehrer empfohlen direkt nach Felai Si weiterzufahren, der schoenste Aussichtspunkt auf die Meili Mountain Range, wo es auch mehrere Hotels und Gasthaeuser gibt. Dort quartierten wir uns in einem Guesthouse ein und stiegen dann auch gleich hinter dem Haus auf den, mit Gebetsfahnen behaengten Huegel, um den Sonnenuntergang anzusehen. Der Huegel hatte den Vorteil, dass man ueber die hohe Mauer sah, die von den Behoerden gebaut wurde, um fuer den Ausblick auf die Berge Eintritt kassieren zu koennen :-). Chinesen sind sehr geschaeftstuechtig…. Der Sonneuntergang war wunderschoen, aber saukalt und so zog es uns bald wieder nach unten in das warme migratory bird Restaurant, wo wir mit Wolfgang, 2 Franzosen vom Bus und 2 Deutschen zusammen Abendassen.
Dabei beschlossen wir, uns am naechsten Tag zusammen den Mingyong Gletscher anzuschauen. Eine leichte Wanderung von 2 Stunden direkt an eine wunderschoene Gletscherzunge.
Am naechsten Tag starteten wir gegen 8 Uhr mit der ganzen Truppe in einem Taxi wobei wir am Eingang zum Nationalpark 85 Yuan (ca 9 Euro) Eintritt zahlen mussten. Das Wetter war wunderschoen und die Fahrt von Felai Si in die Schlucht extrem spektakulaer. Die Schlucht is extrem tief - an einer sehr schmalen Stelle ueberquert man sie schliesslich. Dann gehts wieder ein Stueck die Schlucht aufwaerts bis zum Xidang village.
Von dort ging ein leichter Fussweg zu einem Kloster (ca 2h) den wir zusammen mit hunderten Chinesen, die am Ruecken der Pferde den Anstieg in Angriff nahmen, erstiegen. Schliesslich erreichten wir das Kloster, wo auch fuer die Pferde Endstation war - und nun waren wir mit den hundert Chinesen am Kloster :-). Lustig dabei, die Chinesen hatten meistens Sauerstoff dabei (2500-2900m) und benutzten die Flaschen fleissig.
...die man dann wenn man zu Fuss gehen muss auch fleissig verwendet (siehe gelbe Einwegflasche in der HAnd des Maedchens) :-)
Dann gings weiter zum Aussuchtspunkt am Gletscher, wo Eisenstege alla Disneyland ueber die Felsen bis ganz zum Gletscher gebaut waren. Uns tat das Herz weh.
Dann ging Alex noch mit den Anderen (Dani ging gemuetlich zum Kloster zurueck) und Wolfgang zu einem weiterern, weiter entfernten Kloster, was echt wunderschoen war. Ohne Leute, nur sie und ein paar Moenche direkt vor ihnen der Gletscher, atemberaubend, wunderschoen.
Schliesslich der einsame obere Tempel (fuer die Chinesen reicht wahrscheindlich der Inhalt der Sauerstoffflasche nicht fuer die Wanderung hierher :-)) - nur die Moenche, der Gletscher und wir.
Der Tag war auf jeden Fall wunderschoen und wir freuten uns schon auf den naechste Tag, wo wir planten zu einem Dorf direkt in der Bergkette (Yubeng village) zu wandern und dort laenger zu bleiben(3 Tage). Als wir dann wieder umdrehten, ging Alex vorraus um Dani zu treffen, die ja schon laenger am Abstieg war. Dann fuhren wir mit dem Taxifahrer zurueck. Beim gemeinsamen Abendessen lernten wir Dave (Mormone aus den USA) und Ric (Schweiz) kennen, die sich uns anschlossen und am naechsten Tag mit uns kommen wollten.
Am naechsten Morgen starteten wir frueh, wobei wir sahen, dass es Wolfgang nicht gut ging. Bei den Hotsprings schliesslich beschloss er beim Taxi einige Zeit zu warten und ev. umzukehren.
Wir gingen mit Ric und Dave langsam weiter, die beiden Franzosen starteten viel schneller, wir sollten sie bis zum naechsten Tag nicht mehr sehen. Mit Ric und Dave war super, wir gingen Danis tempo, ratschten viel und hatten sehr interessante Gespraeche, besonders mit dem sehr gebildeten und interessierten Dave, der ein enormes Wissen und ein angenehmes Wesen hatte. Dave war dabei ein Buch zu schreiben, ein Drama, das auch in China spielen sollte und war deshalb unterwegs die Schauplaetze naeher kennenzulernen. Er war in Taiwan 2 Jahre auf Mission gewesen und konnte deshalb ziemlich gut chinesisch. Schliesslich erreichten wir den Pass, den hoechsten Punkt der Wanderung auf ca 3800m. Wir rasteten im wunderschoen von Gebetsfahnen verzierten Wald und assen unsere selbst zusammengestelltes Studentenfutter :-).
Dann machten wir uns an den Abstieg, wobei wir wunderschoen die Gipfel der Meili Gebirgskette und bald auch die beiden Yubeng Doerfer sahen. Das Wetter war wunderbar, die Luft klar und von den chinesischen Touristenstroehmen des letzten Tages war nichts zu sehen. Schliesslich erreichten wir das obere Yubeng Village ohne die beiden Franzosen zu treffen. Wir waren sicher, dass die Franzosen, die schneller vorausgestartet waren vor uns waren und warteten einige Zeit am lose vereinbarten Treffpunkt (einem nicht besonders ansprechenden Gasthaus) und beschlossen anch einiger Zeit zum unteren Yubeng Village weiterzuziehen, da ich dort eine Empfehlung fuer ein Gasthaus hatte. Wir nahmen an, dass die ziemlich ehrgeizigen Franzosen vielleicht am selben Tag noch zu einem Ausflugsziel, einem Wasserfall wollten. Wir quartierten uns schliesslich im unteren Yubeng Village in einem wunderschoenen Farmhaus-Guesthouse ein mit direktem Blick auf die Bergkette, besonders auf die Spitze, Buddhas Kopf, wunderschoen.
Im Guesthause hatten wir ein wunderbares Abendessen, wobei wir mehrere Sachen bestellten und teilten (Yak, Tomaten mit Eier, Pilze, Kraut…). Anschliessend gingen wir dann bei einem spektakulaer – wunderschoenen Sternenhimmel schlafen. Am Morgen brachen wir anch einem super Nudelfruehstueck zu einem der schoensten Plaetze in der Naehe auf, einem Heiligen Wasserfall (sacret Waterfall). Die Wanderung fuehrte uns durch einen wunderschoenen Wald aus der Baumgrenze heraus, direkt an die Gletscherzunge und diese entlang bis an eine Bergwand an der ein extrem hoher und duenner Wasserfall herunterstuerzte. Dass es sich um einen fuer tibeter Heiligen Platz handelte sah man sofort an dem Meer von Gebetsfahnen die den letzten Teil des Weges schmueckten.
...dass man zu einem besondern Platz kommt merkt man sofort :-) Der Wasserfall war echt der Wahnsinn, je nachdem wie der Wind stand verblies er das Wasser, sodass es den Anschein hatte, dass das Wasser nie den Boden erreichte. Das verblasene Wasser bildete in der Luft immer neue Figuren und Schleier – echt einzigartig – Dani und ich waren einer Meinung dass es sich um einen der schoensten Plaetze unserer bisherigen Reise handelte.
Immer wieder kamen Pilger, die den heiligen Platz, an dem der Wasserfall (manchmal) den Boden beruehrte, umkreisten und dort beteten. Manchmal lies der Wind genau dann nach, wenn einige Pilger am heiligen Ort standen, worauf es eine eisige Dusche gab. Das hatte immer grosses Gelaechter bei den Betroffenen und den Zuschauern und gequitsche (nur bei den Betroffenen :-)) zur Folge, da das Wasser wirklich eiskalt war. Wir konnten uns nicht sattsehen am Schauspiel und an den wunderschoenen Wasserspielen, echt einzigartig.
Als wir schliesslich aufbrachen, schauten wir uns am Weg noch eine Eishoehle an, die sich am Ende der Gletscherzunge gebildet hatte – echt beeindruckend. Am Heimweg trafen wir dann noch die Franzosen, die uns erzahlten, dass sie am Tag davor am Pass auf einem Aussichtspunkt lange gerastet hatten und deshalb hinter uns gewesen waren. Sie hatten dann lange auf uns gewartet in der Meinung, dass wir immer noch hinter ihnen waeren. Naja, Missverstaendnis. Wir vereinbarten zusammen in unserem Guesthouse zu abend zu essen, was wir dann auch machten.
Man sagte uns dass dieser Weg wohl laenger, aber viel schoener sei. Theoretisch sollte man fuer den Weg einen Fuehrer nehmen – allerdings schien er uns nicht schwierig zu finden, weshalb wir beschlossen alleine zu starten. Der Weg war wunderschoen, einfach zu finden - fuer uns zumindest und echt spektakulaer.
Zuerst folgte er immer dem Yubengfluss entlang, bis sich schliesslich an einem Punkt ein Waal (Wasserkanal, wie in Suedtirol :-)) in die Schlucht schnitt, dem auch der Weg folgte. Nun gings den Waal entlang in schwindelerregender Hoehe in der Schlucht mit spektakulaerer Aussicht bis zur Muendung des tief unter uns fliesenden Yubeng River in den jungen Mekong.
Dann gings der spektakulaeren und wunderschoenen Mekongschlucht entlang durch mehrere Doerfer bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung (einem Dorf unter den heissen Quellen). Nach ca 8 Stunden Fussmarsch erreichten wir schliesslich die Strasse von wo aus wir unseren Taxifahrer anrufen, der uns abholen kam. Er brachte uns direkt bis nach Deqin, wo wir uns in einer etwas schaebigen Herberge einquartierten.
Nach einem Abendessen zusammen verabschiedeten wir uns von Dave der in eine andere Richtung wollte – wir anderen fuhren am naechsten Morgen zurueck nach Shangri la.
Shangri La oder aaaaah, endlich Tibet - Yaks, Gebetsfahnen und Buttertee - Tashi deley (Guten Tag auf tibetisch)!
Die Reise von Lijiang nach Shangri La bereitete uns auf das vor, was uns in Shangri La erwartete. Die Strasse wand sich wunderschoen durch Gebirgstaeler, ueber Hochebenen und Bergpaesse, durch Bergwaelder, die durch den Herbst in verschiedensten Farben schimmerten.
Wunderschoen, echt einzigartig, der Gipfel war schliesslich, als wir auf der Hochebene auf der auch Shangri La liegt, auf waschechte Yaks stiessen. Diese Yaks grasten friedlich inmitten von ganzen Wiesen von Bueschen, die sich im Herbst Feuerrot verfaerbt hatten - echt ein Traum.
In Shangri LA angekommen quartierten wir uns in der Altstadt ein - das war nicht ganz einfach, da es in einer Meereshoehe von 3400m doch etwas kalt sein kann und deshalb zumindest warmes Wasser sehr angenehm ist (In allen Hotels sagte man uns, dass sie logisch warmes Wasser haetten, es funtionierte effektiv aber nur in Einem :-)). Die naechsten Tage verbrachten wir in der naeheren und weiteren Umgebung der Stadt, genossen den (untertags) warmen Herbst, machten Ausfluege und besichtigten das nahegelegene Ganden Sumtseling Kloster.
Leider werden die Naturschoenheiten der Umgebung stark vermarktet und als wir extra zu einem See fuhren und dort 18 Euro Eintritt zahlen sollten, weigerten wir uns und machten einfach auf gut Glueck eine wunderschoene Wanderung stattdessen in der Naehe.
Ein grosser Anziehungspunkt und etwas was uns sehr faszinierte war ein gemeinsamer traditioneller tibetischer Tanz jeden Abend am alten Dorfplatz, wo die Einwohner Shangri La’s, jung und alt, traditionell und Modern, Maenner, Frauen, Maedchen, Jungen zu traditioneller tibetischer Musik alte Taenze auffuehrten. Natuerlich wird das 2 stuendige Spektakel auch von vielen Touristen besucht, was aber der Authentizitaet keinen Abbruch tut. Wir versuchten mehrmals die Bewegungen mitzumachen, da die Schritte sich aber mit jedem Lied aendern und immer komplexer werden, waren wir nie recht lange erfolgreich dabei :-).
Wir hoerten dann von Fred und Gwenn, einem franzoesischen Paerchen das wir bei den Reisterassen kennengelernt hatten, dass es ihnen in einem Ort namens Deqin ganz nahe der tibetischen Grenze gut gefallen hatte - schon die Fahrt dorthin sollte extrem schoen sein. Darauf beschlossen wir, auch dort hin zu fahren und dort wiedermal eine kleine Trekkingtour zu machen.
20.Dezember 2009 - Dali, Lijang und Shaxi - oder Gemuetlichkeit im chinesischen Massentourismus und ein Dorf an der Seidenstrasse Nihao(hallo) zusammen! Nach unserer wunderschoenen aber 6 Stunden dauernden Busfahrt nach Kunming erreichten wir den dortigen Busbahnhof. Da grade die Ferienwoche zu den chinesischen Gruendungstagsfeiern war (1. Oktober) , war praktisch jeder Chinese auf Urlaub unterwegs. Da laut Propaganda ja die LAender ausserhalb Chinas eher schlecht sind, ist es fuer Chinesen meist naheliegend die Ferien im eigenen Land zu verbringen. Der positive Nebeneffekt dabei - das ausgegebene Geld bleibt auch im eigenen Land :-). Einen grossen Stellenwert hat dabei Yunnan, da es sehr stark tibetisch beeinflusst ist und somit anders als die rein chinesischen Provinzen ist. Auf jeden FAll wurden wir am Busbahnhof vom Chaos pur empfangen. Extrem viele Menschen, Chaos, LAerm und, da der moderne Busbahnhof mit einer traditionellen chinesischen Toilette ausgestattet war, ein durchdringender Gestank nach Urin, machten uns unsere Entscheidung leicht direkt nach Dali weiterzufahren und weitere 5 Stunden im Bus in Kauf zu nehmen.
Die chinesischenn Toiletten sind in der Tat so speziell, dass es sich lohnt darueber kurz zu schreiben. Es gibt keine Tueren, nur niedere MAeuerchen, die kleine Abteile voneinander trennen - mitten durch alle Abteile fuehrt eine ausgefliesste Rinne uber der kauernd dann jeder sein Geschaeft verrichtet. Ab und zu wird dann am Ende der Rinne das Wasser aufgedreht sodass der ganze Dreck, der sich angesammelt hat dann rausgespuelt wird. Etwas gewohnungbedrueftig also :-).
Egal, wie gesagt wir stiegen in den Bus nach Dali, da wir auf Grossstadt keine Lust hatten und erreichten die schoene Stadt spaet abends nach ca 5h Fahrt. Im Bus lernten wir ein deutsches Journalistenpaerchen kennen, die eine Art Praktikum in China verbringen.
Cool eine Zuckerwattemaschine direkt mit dem Fahrrad betrieben - sehr kreativ!! Scheinbar hat naemlich der deutsche Journalismus in China einen ganz schlechten Ruf (da wahrscheinlich zu objektiv berichtet wird, was Chinesen ueberhaupt nicht kennen :-)), sodass China einige Journalisten eingeladen hat um China “besser” zu verstehen. Sie erzaehlten, dass das erste Monat darin bestanden hatte, dass ihnen eingeblaeut wurde, wie gross, gut und alt die chinesische Kultur sei und wie sehr sich in China durch Mao und Konsorten doch alles zum Guten gewendet hatte. Ob wohl dieses Pratikum den gewuenschten Effekt erziehlt ,wenn die Journalisten in China die Zensur und die Propaganda sehen… wer weiss.
In Dali gings erst mal auf Zimmersuche, was um 10 Uhr abends nicht ganz einfach war - wir wurden aber schliesslich fuendig. Dann verbrachten wir 3 gemuetliche Tage in dieser alten Hippiestadt, die leider ziemlich stark vom Chinesischen Massentourismus gepraegt ist und zu einer Art Kulturdisneyland ausgebaut wurde. Allerdings, etwas abseits der Touristenstrassen konnte man noch ruhige Ecken und authentische Haeuser mit gemuetlichen Cafes finden - genau das was wir suchten also. Alex machte eine Fahrradtour in die Umgebung, was einen ganz guten Einblick in die Umgebung, speziell um den Er Hai See ergab. Natuerlich konnte man in Dali gut einkaufen - eine Leidenschaft der Dani ausgiebig froehnte :-).
Bei einigen unseren Kombinationsvorschlaegen schuettelten die Kellner allerdings nur entsetzt den Kopf - wie soll man auch wissen was nach chinesischem Geschmack gut zusammenpasst??
Wir hatten wiederum von Alex und Sabine einen Tipp bekommen, dass es in der NAehe von Dali ein abseitsgelegenes Tal gab namens Shaxi. Den beiden hatte es dort so gut gefallen, dass wir beschlossen dort auch 2 Tage zu verbringen. Die Reise dorthin dauerte ca 6 Stunden und war ziemlich kompliziert, da wir im einzigen Hostal vorreserviert hatten, den NAmen des Dorfes in dem das Hostal war aber nur in englischer LAutumschreibung und nicht in chinesischen Lettern hatten. Niemand verstand uns und somit wurden wir im Hautport abgesetzt wo wir erst einmal ratlos standen. Wir wussten den Namen unseres Wirtes(der Englischlehrer war) und so fragten wir einfach 2 junge Maedchen, ob sie ihn vielleicht kennen. Auf gut deutsch sagten wir einfach den NAmen zu ihnen, mehr chinesisch konnten wir nicht :-). Typisch chinesische Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft (erstaunte uns immer wieder), eines der Maedchen zog das Handy heraus, rief irgendjemand an, der die Handynummer unseres Wirtes wusste und waehlte die Nummer - so verging nicht 1 Minute und wir hatten unseren Wirt an der Strippe. Anschliessend bedankten wir uns, die Maedchen winkten ab und waren verschwunden. Solche Hilfsbereitschaft war uns jedes Mal ein warmer Empfang in einer neuen Umgebung.
Der Wirt holte uns ab und brachte uns zum Hostal in einem kleinen Dorf. DAs Hostal war das Geimeindehaus, das aus einem wunderschoenen, hunderte von JAhren alten Holztheater bestand. Neben dem Theater waren 5 Zimmer angebaut - wir waren die einzigen Gaeste. Der Wirt kuemmerte sich ums Gemeindehaus und hielt das Theater instand, dafuer brauchte er keine Miete/PAcht zu zahlen. Das Haus war wunderschoen in die Reisfelder eingebettet, auf denen der Reis in voller Frucht stand und darauf wartete, geerntet zu werden.
Wir liehen uns 2 Fahrraeder aus und fuhren zum Hauptort, der einst ein wichtiger Karavanenrastpunkt auf der Seidenstrasse war. Der Ort war wunderschoen idyllisch, leider auch etwas durch die Kulturrelle Revolution mitgenommen, wie alles in China und somit nicht mehr ganz authentisch.
Wunderschoene Abendstimmung ueber den Reisfeldern Am naechsten Tag gings frueh morgens los auf einen Ausflug in die Shibao Mountain Range, eine heilige Bergkette in der NAehe mit mehreren uralten Kloestern. Die 7 stuendige Wanderung war wunderschoen und wir besichtigten die 2 wichtigsten Kloester (Steinglockentempel, Baoxiang Tempel), beide mit wunderschoenen Steinschnitzereien und echt spektakulaer in die Huegel und Felsen eingebettet.
Nach einem gemuetlichen Abend - wobei uns unsere Hauswirtin aufkochte - gings am naechsten Tag mit den Hausleuten zum Bus, der uns dann weiter zur naechsten Station der Reise, Lijiang brachte.
Lijiang ist eine komplett dem Massentourismus verfallene, sauteuere Stadt, vollgestopft mit Souvenirstaenden und Massen von Touristen, obwohl auch durch diese Vermarktung ein gewisses Flair der Altstadt nicht verlorengegangen ist.
In Lijiang lernten wir die richtigen chinesischen Touristen kennen - der typische chinesische Tourist traegt im Urlaub einen Cowboyhut nach Clint Eastwood Stil (????), hat auf ca 2500m Meereshoehe immer eine Sauerstoffflasche dabei die er auch verwendet und traegt natuerlich einen, meistens mehrere grosse Fotoapparate :-). Es war also meistens sehr lustig im Cafe zu sitzten und einfach nur Touristen zu beobachten.
Touristencaffees haben auch ihre guten Seiten - so gluecklich kann man aussehen wenn man seit langem wieder mal einen Apfelstrudel bekommt - Dani demonstriert :-)
Schliesslich machten wir uns nach weiteren 3 Tagen auf die Weiterreise zu einem Ort, auf den wir uns schon seit langem freuten, die tibetischste aller Staedte in Yunnan, Zhongdian (oder seit kurzem Shangri LA).
China ist anders - lost in translation und die Reisterassen von Yuanyuang China ist anders. Das bewahrheitete sich schon am Grenzposten nach dem ueberqueren des Grenzflusses. Es kuemmerten sich sofort 6 Beamte um uns 4 Touristen, halfen uns beim Ausfuellen der Dokumente und belaechelten unsere Passfotos. Alex wurde ausgewaehlt und duerfte daraufhin seinen ganzen Rucksack auspacken – es wurden verbotene, zensierte Buecher gesucht. Dazu gehoeren natuerlich jegliche Literatur ueber den Dalai Lama und die Tibeter, jegliche nicht Regimekonforme Literatur und interessanterweise auch der Reisefuehrer Lonely Planet China. Das hatten uns natuerlich vorher schon mehrere Traveler gesagt, sodass wir den Reisefuehrer bewusst nicht kauften. Der fast laecherliche Grund fuer die Zensur liegt in einer Landkarte in der das autonome Taiwan in einer anderen Farbe als das Mutterland China dargestellt wird :-).
Naja egal, wir ueberstanden die Untersuchung und auch die anschliessende Passkontrolle, wo es das erste Mal in unserer Laufbahn die Moeglichkeit gab das Verhalten des Passkontrolleurs zu berwerten :-). China ist anders. Alles wunderbar, unsere Paesse wurden gestempelt und somit waren wir offiziell in China. Gleich nach dem verlassen des Grenzgebaeudes war es mit Englisch vorbei. Ab nun mussten wir uns mit Haenden und Fuessen verstaendigen, wie uns bald klar wurde, als wir uns nach der Bank of China (Geldwechseln) und nach dem Busbahnhof erkundigten. Das ‚ohne Woerter Woerterbuch’ (vielen Dank an meine ITI Kollegen!!!) erwies uns dabei gute Dienste! Schliesslich fanden wir die Bank of China und oh Wunder sogar einen englischsprechenden Beamten. Dieser teilte uns mit dass er unsere extra abgehobenen Vietnamesischen Dong (wir wussten nicht ob es einen Bankomat in der Grenzstadt gab und hatten entsprechend Bargeld mitgenommen) nicht wechseln koenne. Auf unsere Frage wo wir das Geld wechseln koennten meinte der Beamte der staatlichen Bank – am Schwarzmarkt auf der Strasse. Er war so freundlich uns auch gleich den Weg dorthin zu beschreiben :-). Nachdem wir auch mit Hilfe des ohne Woerter Woerterbuchs den Wechsler endlich gefunden hatten wurden wir uns nach einigem Verhandeln einig. Die letzte Huerde war der Busbahnhof, wo man uns mitteilte dass wir erst am naechsten Morgen weiterfahren koennten. Okay nun brauchten wir ein Hotel. Wie man sich vorstellen kann waren Hotels – besonders in unserer Preisklasse - nicht ganz einfach zu identifizieren – rein chinesisch beschriftet. Auch das fanden wir schliesslich. Beim Kaufen der Fahrkarte raezelten wir lange ob die freundliche Dame uns auch bezueglich Fahrziels richtig verstanden hatte – nach 4 maligem Nachfragen und dem Vergleichen der chinesischen Zeichen auf der Fahrkarte und im Reisefuehrer gaben wir uns schliesslich zufrieden. Am naechsten Morgen – gluecklicherweise waren wir frueh genug am Busbahnhof – sagte man uns schliesslich dass die Fahrkarten effektiv falsch ausgestellt waren :-). Irgendwie schien es als ob wir doch besser die chinesischen Zeichen lesen koennten als die Damen am Ticketschalter :-). Bei allen Phantomimen und dem wiederholten Nachfragen und Zeichenvergleichen war es aber immer ein grosser Spass und die jeweiligen chinesischen Gespraechspartner zeigten immer viel Humor und Geduld und bemuehten sich uns zu helfen. Schliesslich gings los – natuerlich als einzige Touristen im Bus – Yuanyuang mit seinen weltberuehmten Reisterassen erwartete uns.
Yuanyuang oder besser gesagt die Altstadt Xinje – wie so oft in China sind alte- und neue Stadt relativ weit voneinander entfernt und haben verschiedene Namen – liegt auf ca 1600m ziemlich abgelegen. Die Busfahrt war wunderschoen, zuerst lange einem relativ wilden Fluss entlang, schliesslich im Bereich des neuen Yuanyuang dann eine steile Bergstrasse (aehnlich der Voelserstrasse :-)) auf ein Hochplateau. Am fruehen Nachmittag erreichten wir dan Xinje und quartierten uns gleich in ein Hotel in der Naehe der Bushaltestelle ein. Wir bezahlten fuer das Zimmer 3 Euro pro Nacht, sehr guenstig auch fuer China, allerdings war auch das Zimmer entsprechend. Der wunderschoene Ausblick von den Terassen vorm Zimmer auf das Tal machte aber alles wieder wett.
Der Hausherr gab uns gleich mit Haenden und Fuessen zu verstehen, dass wir doch fuer den Sonnenuntergang in das nahegelegenes Dorf Longshuba (das Dorf wird hauptsaechlich von den Yi, einer lokalen Minderheit bewohnt) gehen sollten – dort sollten schoene Reisfelder sein. Gesagt getan, nach mehrmahligem nachfragen erreichten wir schliesslich kurz vorm Sonnenuntergang das Dorf, wo wir von den Bewohnern neugierig begruesst wurden. Leider war bis auf Handzeichen keine Kommunikation moeglich. Wir genossen den wunderschoenen Sonnenuntergang inmitten der Reisfelder und machten uns auf den Heimweg.
Am Abend machten wir das erste Mal mit den chinesischen Restaurants Bekanntschaft. Es gibt da einen Schrank in dem hinter Glas die ganzen Lebensmittel sind (alle moeglichen Arten von Gemuese, Fleisch und Fisch), man zeigt auf 2-3 Zutaten und die Aufgabe des Kochs ists dann, diese Zutaten im Wok so zuzubereiten und zu kombinieren, dass daraus was essbares entsteht. Wir haben in China fast aussschliesslich so gegessen und waren immer wieder erstaunt, was die Koeche aus den einfachen Zutaten zaubern konnten.
Am naechsten Tag zeigte sich, dass Dani ein Gericht wohl etwa nicht so gut vertragen hatte und sie beschloss, den Tag im Zimmer bzw. auf der Toilette zu verbringen. Alex machte sich mit dem aelteren Weltreisepaerchen Emma und Thomas auf den Weg zu einem Dorf (Chen Pa), das wir von unserem Zimmer aus oefters schon bewundert hatten. Es war wie ein Berdorf in der italienischen Toscana gelegen. Nachdem wir unseren Hausherren ueberredet hatten uns den Namen des Dorfes auf ein Stueck Papier zu schreiben, gings los und nach mehrmaligem nach dem Weg fragen fanden wir schliesslich einen Trampelpfad, der als einzige verbindung zum Dorf hinfuehrte. Am Weg konnten wir den chinesischen Sinn fuer Hygiene bewundern, sogar an diesem Trampelpfad (bei uns bestenfalls ein Geheimtipp-Spazierweg) gab es in der Mitte ein Klohaeuschen. Darunter kann man sich natuerlich nicht ein Klo in unserem Sinne vorstellen, es sind 2 getrennte kleine Haeuschen (Maenner/Frauen) mit einer Rinne im Boden, die direkt in die Felder dahinter fuehrt. Schliesslich erreichten wir das Dorf wo wir begeistert begruesst und eingeladen wurden, Touristen scheinen das Dorf nicht oft besucht zu haben. Es war wunderschoen von diesen herzlichen und freundlichen Menschen so nett empfangen zu werden und obwohl keine Kommunikation moeglich war, hatten wir doch viel zu lachen und zu bewundern.
Am naechsten Tag gings Dani wieder besser, war auch gut so, ein Marktbesuch in Niu Jiao Zhai stand auf dem Plan. Den Tipp hatten wir wiedermal von Sabine und Alex bekommen (danke!) und zufaellig wurde der Markt auch genau am richtigen Tag veranstaltet. Mit einem Bus gings dann einen Stunde zum Dorf, als wir dort ausstiegen tauchten wir ein in eine wunderschoene Welt aus Trachten, Geruechen, Farben, Tieren, Gemuese und Obst und allerlei Krimskrams, das die Einwohner der umliegenen Doerfer halt fuer den Alltag brauchen. Wir waren die einzigen Touristen im Ort, wurden aber nicht besonders beachtet – das Ereignis des Marktes war wohl viel faszinierender. Das gab uns die Moeglichkeit unbemerkt in das Treiben einzutauchen und die Eindruecke zu geniessen.
Nachdem wir uns satt gesehen hatten gings wieder zureuck nach Xinje, wo wir uns vom Weltreisepaerchen verabschiedeten, die am naechsten Tag nach Kunming weiterwollten.
Wir beschlossen uns noch das anzuschauen fuer das Xinje vor allem bei Fotopraghen weltbekannt ist – die Reisterassen. Wir mieteten uns ein 3 Rad Taxi fuer einen Tag (Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) und liessen uns zu den schoensten Orten hinfahren – unsere Taxifrau hatte das sichtlich schoen oefters gemacht und zeigte uns zu den uns bekannten Plaetzen(Duoyishu – Sonnenaufgang, Bada – mittags und Laohuzui - Sonnenuntergang) noch mehrere Geheimtipps, sodass wir einen ausgefuellten Tag verbrachten. Leider wird in China alles gnadenlos kommerzialisiert (Kommunistisches Land!!!), sodass um die schoensten Aussichtsplaetzen grosse Mauern gebaut werden, um schliesslich saftige Eintrittspreise verlangen zu koennen – das Vergnuegen war somit nicht ganz billig :-). Trotzdem war der Tag wunderschoen und wir fielen am Abend muede von den ganzen schoenen Eindruecken ins Bett.
Am naechsten Morgen machten auch wir uns auf – es ging weiter nach Kunming und, da uns die hektische Stadt abschreckte, sofort mit dem naechsten Bus weiter nach Dali der naechsten Station unserer Reise.
Dieser Artikel wurde am Sonntag, 20. Dezember 2009 um 13:01 erstellt und ist in der Kategorie Asien, China(Yunnan) abgelegt. Antworten zu diesem Artikel können durch den RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
22. November 2009 - Bac Ha - Ruhe, Gemuetlichkeit ein Markt und 2 Motorradtouren Bac Ha ist super. Das Dorf faszinierte uns sofort. Zwar hatten wir nach vietnamesischem Brauch genau 2 Mal soviel fuer die Buskarte gezahlt wie andere Personen, dafuer bedraengte uns beim Aussteigen aus dem Bus niemand mit Hotelangeboten oder wollte uns eine Tour aufdraengen. Wir sassen zuerst gemuetlich am Hauptplatz und liessen die Ruhe auf uns wirken bevor wir uns auf die Hostalsuche machten.
Kaum zu glauben, aber in Vietnam ansonsten ein fast unmoeglicher Luxus. Normalerweise wird man fast immer bedraengt von irgendwelchen Taxifahrern oder Hotelagenten, die einen unbedingt ueberreden wollen doch ihre Dienste anzunehmen. Bac Ha selbst ist zwar ziemlich bekannt wegen seinem grossen Sonntagsmarkt (die Touristen werden Busladungsweise vom nicht weitenfernten Touristenmekka Sa Pa hergekarrt), aber an Wochentagen verirrt sich sehr selten ein Tourist in diese wunderschoene Gegend. Das war genau das, warum wir das Dorf ausgewaehlt hatten, als wir in Hanoi sahen, dass praktisch jede der > 150 Agenturen eine Tour nach Sa Pa (unserem eigentlichen Ziel) anbot. Wir suchten nach einer ruhigen Alternative, um uns vom Touristenrummel der letzten Tage zu erholen.
Ein Hotel war bald gefunden (da die am Wochenende ausgebuchten 3 Hotels des Ortes ja unter der Woche leer waren) - dem Vorschlag der Rezeptionistin doch einen Spaziergang ins nahegelegene Blumen-Hmong Dorf Ban Pho zu machen kamen wir gerne nach. Der Spaziergang war der Anfang einer Reihe von wunderschoenen Erlebnissen, die wir in dieser vom Tourismus weitgehend unberuehrten Welt dieser ethnischen Minderheit erlebten.
Der Weg fuehrte uns an Reisfeldern vorbei, die gerade haendisch abgeerntet wurden, kleinen Hoefen und schliesslich an einer Schule, in der die Kinder gerade in der Pause spielten. Weiter gings in die Huegel, vorbei an wunderbaren Reisterassen, in denen der Reis in verschiedensten Farben in der Abendsonne schimmerte.
Interessant war das Verhalten der Schulkinder, die wenn sie uns nach der Schule begegneten, sich Nase und Mund zuhielten. Wir beschnueffelten uns gegenseitig, ob wir denn etwa so stinken wuerden :-), als uns aufging, dass wohl die weltweite Angst vor der Schweinegrippe auch schon in diese Bergdoerfer, in diese heile Welt gedrungen war und zu der unsinnigen Anweisung der Lehrer fuehrte, dass sich die Kinder Mund und Nase zuhalten sollen, wenn sie Fremden begegneten. Auf jeden Fall war die Wanderung wunderschoen und das Mund-und-Nase zuhalten machten die Kinder auch nur direkt nach der Schule, sobald wir etwas weiter weg waren scherzten und lachten sie mit uns wie wir es sonst gewohnt waren.
Am naechsten Tag wollte sich Dani einen Ruhetag goennen und Alex beschloss sich ein Motorrad auszuleihen und die Gegend zu erkunden. Er folgte der einzigen befestigten Strasse bis fast zur chinesischen Grenze und machte immer wieder Abstecher zu einsamen Doerfern am Weg. Dies war eines der schoensten Erlebnisse die Alex in Vietnam hatte, die Landschaft atemberaubend, die Menschen extrem freundlich und interessiert (auch wenn natuerlich kaum eine Verstaendigung moeglich war) und die Strasse extrem abwechslungsreich. .
Am Abend liess sich die etwas motorradscheue Dani dann auch noch ueberreden eine kurze Motorradtour zu unternehmen, was ihr auch so gut gefiel, dass sie einwilligte am naechsten Tag mit dem Motorrad zu einem nahegelegenen Markt zu fahren.
Am darauffolgenden Tag regnete es leicht, was natuerlich die Motorradtour nicht angenehmer machte (besonders fuer Dani). Trotzdem starten wir guten Mutes ins nahegelegene Can Cau, wo wir auch wie erwartet wohlbehalten ankamen. Der Markt war sicher einer der schoensten, die wir in dieser Region gesehen hatten. Die bunten Trachten der Blumen Hmong, die Farben der angebotenen Produkte sowie die wunderbare Lage des Marktes inmitten von Reisfeldern machten den Markt zu einem besonderen Erlebnis.
Nach ein paar Stunden Marktbesuch machten wir uns bei besserem Wetter wieder auf den Rueckweg nach Bac Ha. Nach einem gemuetlichen Mittagessen am Markt bestiegen wir den Bus nach Lao Cai. Das ging natuerlich nicht ohne die typisch vietnamesischen zaehen Fahrpreisverhandlungen bei denen wir 2 Mal dabei waren aus dem Bus auszusteigen und die schliesslich dazu fuehrten, dass wir den normalen Fahrpreis zahlten und nicht das urspruenglich verlangte 3- oder 4fache davon. In Lao Cai, der Stadt an der chinesischen Grenze wartete bereits ein aelteres Weltreisepaerchen auf uns, die wir in Bac Ha kennengelernt hatten. Emma aus Spanien ca 40 Jahre alt, Thomas aus den USA 65 Jahre, waren sie zusammen auf einer Weltreise, die ihr ganzes restliches Leben dauern sollte. Das Paerchen hatte fuer uns ein Hotel ausgekundschaftet und auch schon vorsorglich den Zimmerpreis auf ein vernuenftiges Niveau verhandelt - puh Glueck gehabt, uns blieben die nervenaufreibenden Verhandlungen somit erspart :-). Wir waren alle 4 der Ansicht, dass uns Vietnam reichte und wir uns freuten gemeinsam am naechsten Tag das Land Richtung China zu verlassen!
16. November 2009 - Franzoesisches Flair in Hanoi und eine perfekte Tour in die Ha Long Bucht Nach dem fuer uns eher ungewohnten Inlandsflug (das letzte Mal sind wir ja von Los Angeles nach Thailand geflogen), erreichten wir Hanoi die Hauptstadt Vietnams.
Wir fanden eine nette Unterkunft in einer ruhigen Gasse und machten uns gleich auf, die Altstadt zu erkunden. Wir erhofften uns etwas weniger Stress und vor allem weniger Mototrraeder als in Saigon, aber wurden eher enttaeuscht. Die Stadt selbst hat unbestreitbar franzoesisches Flair mit viel Gruen, Parks und Alleen sowie auch vielen phantasievollen Bars, aber die Plage der Motorraeder hat auch Hanoi voll erfasst. Wir liessen uns nicht entmutigen, spazierten durch die Altstadt und froentem auch gleich einem typisch vietnamesisches Vergnuegen, dem Wasserpuppentheater.
Nachdem wir uns bezueglich der Tour in die Ha long Bay informiert hatten (diesmal haben wir uns vorher sehr gut bezueglich der Referenzen der Agentur informiert ;-)), schafften wir es unsere Hotelbesitzer gegen uns aufzubringen, da wir die Tour nicht bei ihnen buchten. Auch, dass wir ein ziemlich sicher ueberteuertes Zugticket bei ihnen buchten und das chinesische Visum fuer eine grosse Summe uebers Hotel machen liessen, versoehnte die Hotelbesitzer nicht, was sie uns deutlich spueren liessen – typische Vietnamesen. Wir beschlossen nur mehr so lang wie unbedingt moeglich in Vietnam zu bleiben, da uns das staendige „Gemelktwerden“ ziemlich auf die Nerven ging.
Die Tour, die wir am darauffolgenden Tag starteten, versoehnte uns wieder. Mit netten Tourguides verbrachten wir den ersten Tag und eine Nacht auf einer typischen Dschunke, indem wir durch die atemberaubende Ha Long Bucht kreuzten, eine Tropfsteinhoehle besichtigten, per Kajak die Buchten erkundeten und natuerlich schliefen. Die gemischte Touristengruppe war sehr nett und wir verstanden uns sehr gut.
eine sehr beeindruckende Karstberg-Landschaft
Am 2ten Tag gings nach Cat Ba Island, wo wir eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt im Nationalpark machten. Anschliessend gings in eine einsame Bucht auf Monkey Island, wo wir in Bungalows direkt am Strand untergebracht waren. Wir vertrieben uns die Zeit mit schwimmen und Volleyballspielen. Ausserdem machten wir eine kleine Wanderung auf der Insel, um die angeblich hier lebenden Monkeys zu sehen, die sich aber vor uns versteckt hielten Das Essen war ausgzeichnet und war immer gefolgt von langen Gespraechen und Diskussionen.
Am dritten Tag gings dann retour nach Ha Long und wieder zurueck nach Hanoi, wo wir noch eine Nacht verbringen mussten, um auf das chinesische Visum zu warten.
Anschliessend verbrachten wir noch einen Tag in Hanoi mit Besorgungen sowie mit der Besichtigung des Ethnologiemuseums. Dorthin mussten wir mit dem Taxi fahren und als wir der Fahrerin den vereinbarten Preis(!!!) beim Aussteigen bezahlten, wurde sie benahe handgreiflich, da sie behauptete dass wir einen weitaus hoeheren Preis vereinbart haetten – typisch Vietnamesen. Als sie merkte dass wir nicht nachgeben wuerden, riss sie das Geld an sich und brauste schimpfend davon.
Am Abend schliesslich warteten wir im Hotel auf die Abfahrt unseres Nachtzuges an die chinesische Grenze, bis wir ploetzlich erfuhrern, dass die Leute vom Hotel den Zug irrtuemlicherweise (Absicht??) eine Stunde zu frueh gebucht hatten und er in 5 Minuten fahren wuerde. Wir schafften den Zug in letzter Sekunde. Wir hatten vor, noch ein paar letzte Tage in Vietnam zu verbringen und dem Land noch eine Chance zu geben – wir fuhren nach Ankuft in der Grenzstadt an der chinesichen Grenze in die Berge und zwar nach Bac Ha, einem kleineren Dorf, das vor allem durch den Sonntagsmarkt bekannt war.
01. November 2009 - Dalat und das zentrale Hochland Vietnams - die Easy Riders, der Vietnamkrieg und wie die Menschen im Hochland ueberleben Dalat empfing uns nach einer wunderschoenen Busfahrt von ca 6 Stunden mit angenehmer Kuehle. Auf ca 1800m Meereshoehe gelegen hatte es sich nach Eintreffen der franzoesischen Kolonialherren schon bald zu einem Erholungsort fuer die hitzegeplagten Colons, wie die Franzosen genannt wurden, gemausert.
Uns hats dort gleich gut gefallen, wir haben uns in ein altes, frueher von der kommunistischen Partei betriebenes Guesthouse einquartiert – alles im 60er, 70iger Jahre Stil. Sofort sprach uns ein Easyrider an. Dabei handelt es sich um eine fruehere Motorradgang, deren Mitglieder alle gut Englisch sprechen und die sich inzwischen eine goldene Nase damit verdienen, Touristen das Hochland Vietnams zu zeigen. Wir hatten von anderen Reisenden ausschliesslich Gutes ueber die Easyriders gehoert, deshalb entschlossen wir uns auch an so einer Tour teilzunehmen. Da Dani nicht viel Freude mit dem Motorradfahren hat, wählten wir die bequeme Variante – mit dem Auto (war uebrigens gleich teuer). Es sollte sich herausstellen, dass es sich dabei um eine gute Wahl handelte, da das Wetter die ersten drei Tage ziemlich schelcht war.
Zuerst verbrachten wir noch einen Tag in Dalat, an dem wir umherspazierten, die Kolonialbauten bewunderten und das milde Klima genossen.
Orginal aus der Kolonialzeit - zu einem franzoesischen Kurort gehoert eine Eisenbahn - so kam Dalat zum erstan Bahnhof Vietnams.
Wir sind eindeutig im fruchtbaren Hochland Vietnams - durch das europaaehnliche Klima waechst das selbe Gemuese - natuerlich von den Franzosen importiert...
Am naechsten Tag gings los, zuerst zu einigen Sehenswuerdigkeiten in der Naehe Dalats (Cracy House, Elefant Waterfall, Smiling Buddha), dann weiter bis an den Lok Lak See, wo wir in einem Resort uebernachteten (nobel, nobel… waere auch nicht notwendig gewesen).
Wir assen immer zusammen mit unserem Fahrer und Easy Rider, wobei Mr. Thai fuer uns bestellte und uns immer mit neuen Speissen ueberraschte. In den naechsten 4 Tagen zeigte uns Mr Thai das Hochland entlang des historisch und fuer den Vietnamkrieg bedeutsamen Ho-Chi-Minh-Pfades, besondere historische Staetten des Vietnamkrieges, ganze Bergketten, die als Folge der Verwendung von Hektoliterweise Agent Orange (Entlaubungsmittel) durch die Amerikaner immer noch kahl und vergiftet sind und mehrere Arten im kargen Hochland Landwirtschaft zu betreiben.
Die Folgen von Agent Orange (Entlaubungsmittel) - man beachte die Baumgrenze an der Spitze des Huegels links. Wo keine Baume sind waechst ca 50 Jahre nach dem Vietnamkrieg nur noch Gras.
Ahaaaa, so also waechst Kaffee - die roten Fruechte werden geerntet und enthalten jeweils 2 Kaffeebohnen. Im zentralen Hochland wird massiv Kaffee angebaut - vor allem Robusta.
Interessant waren auch die Seiden- und Pfefferplantagen. Auch sehr interessant die Kautschukplantagen....und wo das Gelaende es zulaesst, Reisfelder, Reisfelder...
Bei den historischen Staetten war vor allem interessant die verschiedenen Denkmaeler zu sehen, die von den Nord-und Suedvietnamesen aufgestellt wurden, um deren Helden zu ehren. Die Kriegsgewinner (Nordvietnamesen) hatten pompoese Staetten errichtet, waehrend die von den Suedvietnamesen (Kriegsverlierer) aufgestellten Denkmaeler verfallen und von den Nordvietnamesen zerschossen waren. Mr. Thai, der fuer die Suedvietnamesen gekaempft hatte, war jedesmal sichtlich emotional stark geruehrt.
Ab und zu besuchten wir auch Doerfer von Minderheiten (auf das wir uns besonders gefreut hatten), was aber meistens kurz war und sich auf das wenig sinnvolle Austeilen von Bonbons durch Mr. Thai beschraenkte. Der Umgang mit diesen Volksgruppen war eindeutig nicht die Staerke unseres Fuehrers.
Beim Besuch eines Minderheitendorfes - in Vietnam gibt es 56 anerkannte Minderheiten, die oft unter eher aermlichen Bedingungen leben. Trotzdem aber das Beste aus ihrem Leben machen und es sichtlich geniessen.
Besonders hatten es uns die Kinder in den Doerfern angetan, die trotz nicht einfacher Lebensumstaende immer eine grosse Lebensfreude zeigten
Hauptsaechlich sahen wir natuerlich die wundervolle Landschaft, die uns fuer die eher enttaeuschende Fuehrung durch Mr. Thai entschaedigte. Abermals machten wir die Erfahrung, dass man auch bei hochgelobten Touren sehr vorsichtig sein muss und den Guide extrem sorgfaeltig nach Referenzen und Erfahrungen anderer Leute aussuchen muss.
Nach 5 Tagen erreichten wir schliesslich Hoi An, das verreinbarte Ende der Tour, wo wir dann den Rest der 700 USD (eine riessige Summe fuer Vietnam) unserem Guide uebergaben, der uns sichtlich nicht schnell genug los sein konnte. Naja, wieder eine Erfahrung mehr :-).
In Hoi An verbrachten wir 3 wunderschoene Tage mit dem Besichtigen der Altstadt, wobei wir in einem alten chinesichen Kaufmannshaus bei einer sehr fuersorglichen Familie uebernachteten. Unsere Unterkunft, ein wunderschoenes, altes chinesisches Kaufmannshaus in Hoi An. Die schoensten Gebaeude sind die alten Versammlungshaeuser der chinesischen Volksgemeinschaften. Auch die authentische, alte Bevoelkerung Vietnams ist vertreten, allerdings gegen eine Fotogebuehr :-)
Aja, da ja Hoi An die Stadt der Schneider ist (sicher 200-300 Schneider in der Stadt) liessen wir uns je eine Hose Massschneidern.
20. Oktober 2009 - Das Mekongdelta – wo der grosse Fluss das Land bewaessert Ein Minibus brachte uns zuerst von Phnom Penh an den Mekong, wo wir in ein kleines Langboot umstiegen.
Dann gings den grossen Fluss hinab bis zur Vietnamesischen Grenze – die Formalitaeten fuer die Ausreise aus Kambodscha wurden an einem einsamen Pier erledigt.
Die Einreise nach Vietnam, obwohl beruehmt – beruechtigt (kommunistische Buerokratie…) gestaltete sich als unerwartet problemlos. Unser Visum hatten wir alle im Vorraus besorgt. Unsere Paesse wurden eingesammelt und wir konnten uns unser Mittagessen schmecken lassen – nach einer halben Stunde wurden sie gestempelt wieder ausgeteilt.
Wahnsinn – dass die Paesse ohne Schlangestehen und ohne persoenliche Musterung durch den Grenzbeamten gestempelt wurden, hatten wir auf unserer Reise noch nie erlebt. Das geht auch anders, ein Reisebekannter, der nach uns die Grenze passierte, erzahlte uns, dass er mit einer Gruppe von 12 Franzosen im Boot war, die aus irgendeinem Grund vergessen hatten, das Visum zu machen – er wartete ca 6 Stunden bis die Formalitaeten erledigt wurden.
Weiter gings mit einem anderen Langboot durch die Kanaele des Deltas, wunderschoen an mehreren Farmen direkt am und im Wasser vorbei, wobei wir das Leben mit dem Wasser gut beobachten konnten.
Das Mekongdelta ist ja eine der fruchtbarsten Regionen der Erde, was hauptsaechlich fuer den Reisanbau genutzt wird – 4 Ernten pro Jahr koennen eingefahren werden. Schliesslich erreichten wir Chau Doc, eine Stadt die zwar von vielen Tagestouren angefahren wird in der aber wenig Touristen absteigen. Wir genossen die Zeit, durch die Stadt und den Markt zu bummeln und uns auf das neue Land einzustellen.
Eine kleine Flusstour brachte uns zu einem schwimmenden Markt – der nichts ueberragend besonderes war, zu einer schwimmenden Fischfarm und in eine Cham Gemeinde. Der Markt war wie die Gemueseboote, die wir schon aus Kambodscha kannten, nur groesser.
Die Fischfarm war echt genial – die Fische werden unter den Hausbooten im Fluss gehalten und durch Luken im Boden gefuettert. Dadurch haben sie immer Frischwasser und der Dreck wird vom Fluss weckgespuelt. Das Futter fuer die Fische wird selbst gekocht, wobei alle moeglichen Fleisch und Fischreste hergenommen werden – der Gestank war bestialisch.
Weiters besuchten wir ein Cham Dorf – Chams sind eine eigentlich aus Kambodscha stammende Minderheit islamischen Glaubens – die Religion praegt das Dorfbild in Form von schoenen Moscheen.
Am Abend unternahm Alex dann noch eine Fahrt mit dem Motoradtaxi auf den Sam Mountain, einem Berg in der Naehe mit wunderschoenem Blick auf die umliegenden Reisfelder und die Nahe Grenze zu Kambodscha.
Nach 3 Tagen gings weiter nach My Tho, einer relativ bekannten Stadt im Mekongdelta in der Naehe von Ho-Chi-Minh-City (Saigon). Relativ bekannt durch die Tagestouren von Ho-Chi-Minh-City aus, wobei taeglich Busladungsweise Touristen angekarrt werden. Am Abend ist die Stadt aber reltiv ruhig und urspruenglich, sodass es dort durchaus moeglich war, gemuetlich Zeit zu verbringen. Natuerlich wollten wir auch was sehen von der Umgebung und als uns ein lokaler Reiseveranstalter eine Tagestour auf die nahegelegenen Inseln inklusive Obstverkostung und Fahrradtour mit keine-andere–Touristen-Garantie anbot, sagten wir zu. Die Tour, die am naechsten Morgen im Privatboot startete, war eine der besten Touren, die wir bis jetzt machten. Der Guide namens Dai machte seine Sache super, zeigte und erklaerte uns alles und fuehrte uns mit dem Fahrrad ueber verschlungene Wege durch seine Heimat, die Ben Tre Region im Mekongdelta.
Dabei sahen wir alle moeglichen exotischen Obstsorten wachsen, von Drachenfrucht ueber Papayas, Bananen, Kokosnuesse, Jackfruit und Pomelos. Weiters natuerlich Reis in allen Stadien des Anbaus, sowie mehrere Manufakturen wie zB eine Kokosnusszuckerlfabrik.
Ein Highlight war dabei natuerlich das Fahradfahren durch die Felder der Region, sowie 2 Fahrten mit dem Ruderboot durch die natuerlichen Wasserkanaele auf den Inseln. Wunderschoen und echt malerisch.
Gegen Abend erreichten wir wieder My Tho, wo wir uns noch gemuetlich die Stadt anschauten und dabei den sympatischen Rikschafahrer Nip kennenlernten.
Dieser brachte uns dann am naechsten Morgen mit seinem gemuetlichen Gefaehrt – leider gibts fast keine Rischkas mehr, wurden alle von den Motorraedern verdraengt – zum Busbahnhof, von dem aus wir dann Richtung Ho-Chi-Minh-City aufbrachen.
Ueber Ho-Chi-Minh-City gibts nicht viel zu sagen – es ist ein extrem hektisches Wirtschaftszentrum mit ueber 7 Millionen Einwohnern und wahrscheindlich fast gleich viel Motorraedern.
Die Stadt wurde sehr stark durch den Vietnamkrieg gepraegt und da praktisch in allen Vietnamfilmen die Evakuierung der amerikanischen Botschaft gezeigt wird, mussten wir uns das Gebaeude naeher anschauen. Eine weitere Sehenswuerdigkeit ist das von den Siegern, den Nordvietnamesen (von den Amerikanern Vietcong genannt) eingerichtete Kriegsmuseum, das die Kriegsverbrechen der USA und die noch immer stark wirksamen Nachschaeden des massiven Einsatzes von Entlaubungsmitteln dokumentiert. Natuerlich aus der Sicht der Sieger und damit sehr einseitig – allerdings gibts am Vietnamkrieg und der Rolle der USA leider nicht viel zu beschoenigen. Die Bilder der missgebildeten Kinder und die ausgestellten Foeten ueberzeugen jeden Zweifler. Nachdem wir an dem Tag auch noch Alex’s 31. Geburtstag feierten (vielen Dank fuer alle Glueckwuensche – leider habe ich viele davon nicht erhalten, da mein Handy kurz vorher entgueltig seinen Geist aufgegeben hat) gingen wir am Abend gut Essen und genossen das Nachtleben der hektischen Stadt.
Nach einem weiteren Tag, den wir fast ausschliesslich mit Besorgungen verbrachten, gings mit dem Bus zu unserer naechsten Station im Zentralen Hochland Vietnams, Dalat.
05. Oktober 2009 Elefantenreiten und Englischunterricht in Sen Monorom Nach unserer gemuetlichen Zeit auf der Otres Beach war wieder einmal Zeit fuer etwas Abenteuer :-). Soll ja nicht langweilig werden die Reise. Was uns immer schon reizte war ein Ausflug in die relativ wenig besuchten Ostprovinzen Kambodschas – speziell die Provinz Mondulkiri.
Unsere Nachfragen ergaben, dass jetzt in der Regenzeit keine Busse dorthin fahren, es aber durchaus moeglich ist, mit einem taeglich fahrenden Minibus hinzukommen. Man musste allerdings bereit sein, mitzuschieben im Fall, dass der Bus in der schlammigen Strasse stecken bleibt. Wunderbar, Abenteuer! Um 7 Uhr in der Fruehe gings los bei stroehmendem Regen – wir erlebten nun auch die ueberschwemmten Strassen der Hauptstadt.Das Kanalsystem ist immer noch von der 4 jaehrigen Evakuierung durch die Roten Khmer verfallen und schafft es besonders in der Regenzeit nicht, das Wasser von den Strassen aufzunehmen.
Typisch Regenzeit, nach einer halben Stunde war wieder eitel Sonnenschein und wir begaben uns auf die wunderschoene, 8 stuendige Busfahrt. Das Abenteuer, das wir erwarteten blieb aus – es war zufaellig gerade trocken und der Fahrer bewies in den Schlammpassagen ein derartiges Fahrgeschick, dass er den schleifenden, schlingernden und ueberbeladenen Mercedes Kleinbus immer ohne Probleme durch die kritischen Stellen brachte.
In Sen Monorom – der Provinzhauptstadt von ca 5000 Einwohnern – angekommen, erwartete uns ein Kambodscha, wie wir es bis jetzt noch relativ wenig gesehen hatten. Praktisch keine Touristen, wenig Hotels, ein wunderschoener Markt und die ganze Stadt inmitten gruener, wunderschoener Landschaft. Wir fuehlten uns sofort wohl.
Am ersten Tag liehen wir uns Mountenbikes aus, um die Umgebung zu erkunden – bei wunderschoenem Wetter gings los – ein Wasserfall war unser Ziel. Nach ca 1 h Fahrt, bei der wir von den Einheimischen immer begruesst („Hello, Hello, How are you?“ – wobei unsere Antwort meist nicht mehr verstanden wurde ) und belaechelt wurden (in Kambodscha faehrt alle Welt mit dem Motorrad – auch wegen dem huegeligen Land) erreichten wir den wunderschoenen Wasserfall – „Sen Monorom Waterfalls“ genannt. Dort trafen wir eine Familie beim Picknicken, die uns natuerlich sofort einlud doch mitzufeiern. Wir hatten alle Haende voll zu tun sie zu ueberzeugen, dass wir zuerst gerne einen Blick auf den Wasserfall gemacht haetten :-). Nach einem kurzen Zusammensitzen mit der Familie gings wieder retour nach Sen Monorom, wo wir uns noch die naehere Umgebung der Stadt anschauten und es haarscharf schafften, noch vor dem taeglichen Regen wieder ins Guesthouse zu kommen :-).
Am Rueckweg hatten wir einen kurzen Blick in eine Schule geworfen, wo gerade Englischunterricht war – der Lehrer lud uns daraufhin spontan ein doch in ca 5 Stunden vorbeizukommen, da haette er die naechste Stunde und er wuerde uns gerne in den Unterricht einbauen. Natuerlich sagten wir zu – nachdem der Regen vorbei war gings dann zu Fuss zur Schule. Wenn ich Schule sage meine ich natuerlich keine Schule in unserem Sinn – es handelte sich dabei um eine Bretterbude, die als einziges Zimmer das Klassenzimmer beinhaltete und auf Stelzen gebaut war. Auch fuer den Unterricht muessen alle Kinder zahlen – fuer 1 Stunde Englisch pro Woche 5 USD im Monat. Diese Summe klingt klein, ist sie aber fuer die meisten Einwohner der abgelegenen Provinzen nicht – sehr viele Familien koennen sich den Unterricht ihrer Kinder nicht leisten. Englisch ist vor allem wichtig fuer die Kinder, da Englischkentnisse Arbeitsmoeglichkeiten im Tourismus eroeffnen und eine sichere Einnahmequelle darstellen. Die Kinder (im Alter von ca 12 bis 25 Jahren) waren zuerst extrem schuechtern und trauten sich keine Fragen zu stellen – erst nachdem wir beide von unserem Leben erzaehlten (immer wieder mit Unterstuetzung des Lehrers der oft unsere Englischsaetze uebersetzte) tauten sie auf und versuchten sich in der Formulierung von Fragen. Die ersten Fragen waren natuerlich - was auch sonst - ob wir verheiratet sind und Kinder haben – fast vom Stuhl kippten sie als wir erzahlten dass wir seit 8 Jahren in einer Beziehung leben und noch nicht verheiratet sind :-). Wir hatten viel Spass miteinander und vergassen ganz die Zeit, sodass uns unser knurrender Magen erst nach 2 Stunden darauf brachte, dass wir vielleicht doch aufbrechen sollten.
Fuer den naechsten Tag hatten wir das gebucht, was eigentlich der Hauptgrund war nach Sen Monorom zu kommen – einen Elefantenritt. Das ganze bestand aus einem Tag Elefantenreiten mit einer Uebernachtung im Dschungel und anschliessend einem Tag wandern zurueck. Nach einer Motoradfahrt ueber die schlammigen Strassen – was vor allem fuer Dani ein Knackpunkt war - erreichten wir ein Dorf der dort ansaessigen Minderheit Phnong, von dem aus der Ritt starten sollte. Die Phnong halten die gezaehmten Elefanten als Arbeitstiere, die praktischerweise die meiste Zeit im Dschungel leben und sich somit selbst versorgen. Wenn die Phnong die Elefanten brauchen, fangen sie sie einfach wieder ein. Wir (zu dritt, Bruce aus Australien war mit uns) schauten uns das Leben der Einheimischen an, als ploetzlich die beiden Elefantendamen aus dem Dschungel brachen. Die Elefanten waren 45 und 65 Jahre alt und beeindruckten uns sehr.
Mit einer Leiter gings dann schliesslich auf den Ruecken des Elefanten (ca 3m hoch), wo ein kleiner Sattel fuer 2 Personen montiert war. Nachdem alle Lebensmittel und Rucksaecke verstaut waren, gings dann los.
Gemuetlich schaukelnd setzten sich die Tiere in Bewegung, als wir uns an die Hoehe und den Schaukelschritt gewoehnt hatten fuehlten wir uns wie die Koenige.
Unsere Elefantendamen hatten bei aller Gezaehmtheit durchaus einen starken eigenen Willen und sobald irgendwo ein junger Bambuswald oder ein junges Baeumchen lockte, wurden die Commandos der Fuehrer einfach ignoriert und sie liessen sich den Leckerbissen schmecken.
Das Ergab oft interessante Situationen, wenn die Elefanten ploetzlich in den dichten Dschungel abbogen und uns im Korb die Zweige und damit alle moeglichen Tiere um die Ohren flogen :-). Ein interessantes Erlebnis war auch, als wir einem Ochsengespann begegneten. Auf einmal wurden die Elefantenfuehrer ganz aufgeregt und trieben die Tiere mitten ins dichte Gebuesch. Unser Guide erklaerte uns anschliessend, dass die riessigen Elefanten extreme Angst vor Kuehen haben und sofort in wilde Panik ausbrechen sobald sie auch nur den Schatten davon sehen. Kann man sich gar nicht vorstellen, bei dem Kraefte und Gewichtsverhaeltnis :-). Allerdings wollten wir besser nicht erleben, dass unsere eigensinnigen Elefantendamen in Panik ausbrechen – wie man sich vorstellen kann.
Der Ritt war alles in allem einfach genial und das Erlebnis gipfelte noch bei der Mittagspause, als uns die Elefantenfuehrer fragten, ob wir nicht Lust haetten mit den Elefanten zu schwimmen und sie zu waschen.
Nichtmal der einsetzende, extrem starke Regen konnte uns davon abhalten – war echt super und ein grossartiges Erlebnis. Der sindflutartige Regen, der uns bis auf die Haut durchnaesst hatte, wurde doch langsam zum Problem. Der Fluss, in dem wir bis vor kurzem mit den Elefanten gebadet hatten schwoll stark an. Diesen Fluss mussten wir aber ueberqueren, um zu unserem Lager fuer die Nacht zu kommen. Trotz mehreren Versuchen weigerten sich die Elefanten schlichtweg durch den Fluss zu gehen – wir mussten durchs Gebuesch dem Flussverlauf folgen um eine seichtere Stelle zu finden. Das dichte Gebuesch beeindruckte unsere 2,5 Tonnen Elefanten nicht im mindesten – die Dickhaeuter walzten einfach alles nieder.
Der juengere Elefant, auf dem wir sassen, war etwas aengstlicher und traute sich erst durch den Fluss, als der aeltere Elefant ihm mit mehreren aufmunternden Trompetenstoessen Mut gemacht hatte. Echt ein Erlebnis. Dann gings extrem steil ueber einen Huegel, sodass wir Alles zu tun hatten nicht aus dem Sattel zu fallen.
Schliesslich erreichten wir komplett durchnaesst und dreckig das Farmhaus, wo sich unsere Elefantenfuehrer (uebrigens eine Phnong Familie) sofort ans Zubereiten des Abendessens machten, was natuerlich aus Reis und einer Menge frischem Gemuese direkt aus dem Farmgarten bestand.
Nach einem gemuetlichen Abend, an dem wir uns mit Reiswein, einem ziemlich starken Schnapps aufwaermten und uns vom Phnong Vater Zigarren aus Urwaldkraeutern drehen liessen, legten wir uns gluecklich in unsere nassen Haengematten und genossen vor dem Einschlafen noch die Geraeusche des Urwalds.
Die Elefanten wurden gleich nach der Ankunft wieder in den Urwald getrieben, da sie gewaltigen Hunger hatten. Da die Viecher ja Vegetarier sind, muessen sie taeglich enorme Mengen an Gruenzeug fressen um ihr Gewicht zu halten – das war durch den Ritt an dem Tag ja nicht moeglich.
Am naechsten Tag gings in der Fruehe nach einem Fruehstueck mit Reis los, diesmal auf Schusters Rappen. Das Wetter war super und unser Phnong Fuehrer zeigte uns immer wieder Besonderheiten des Dschungels.
Mannshohes (Danihohes :-)) Gras am Wegrand... Wir kamen auch an mehreren Farmhaeusern vorbei, wobei die Familien die darin lebten uns immer einluden und uns koestliche Kostproben von ihrem Gemuese gaben Maiskolben, Kuerbis, etc.)
Unser englischsprachiger Fuehrer erklaerte uns die Lebensweise der Minderheiten und die harte Arbeit auf der Farm. Unter anderem besuchten wir auch die Familie unseres Phnong Fuehrers, der uns stolz den erst gerodeten Acker zeigte. Die Familien roden haendisch (keine Brandrodung!!!) ein Stueck Urwald, pflanzen dort Reis (Bergreis, ohne Wasser), Mais und Ananas an, bauen ein Farmhaus aus Bambus und ziehen dann nach 4 Jahren weiter um der Erde die Moeglichkeit zu geben sich zu erholen. Interessanterweise funktioniert so auch die Zeitrechnung – zB war die Schwester von unserem Phnong Fuehrer 4 Farmen alt (dh. Ca 12 Jahre).
Schliesslich gelangten wir wieder zurueck zum Dorf von dem wir am Tag zuvor mit den Elefanten gestartet waren, von dort gings dann mit dem Motorrad wieder nach Sen Monorom.
Am naechsten Tag ergab sich dann die Gelegenheit noch einen wunderschoenen Wasserfall in der Naehe anzuschauen. Zusammen mit Bruce, dem Australier und einem Franzosen gings im Pickup zum 35km entfernten Bou Sraa Wasserfall. Das wir dabei mehrere Schlammpassagen ueberwinden mussten war klar.
Der 2 stufige Wasserfall war super, richtig spektakulaer wurde es als wir jemand fanden der uns zur 2ten Stufe des Wasserfalls fuehrte…
Den Tag und damit auch unseren Aufenthalt in Sen Monorom beschlossen wir mit dem wunderschoenen Ausblick von einem Huegel auf das sich unter uns ausbreitende Meer von Baeumen, dem Dschungel, der sich in Richtung vietnamesische Grenze ausbreitet.
Am Abend trafen wir uns dann noch mit unseren 2 Begleitern wobei sich herrausstellte, dass der Franzose eigentlich kambodschanischer Abstammung war und seine gebildeten und reichen Eltern im Jahr 1972 vor den roten Khmer nach Frankreich gefluechtet waren. Die komplette Familie war nun das erste Mal fuer 2 Wochen nach Kambodscha zurueckgekommen. Es war echt interessant wie er erzaehlte, wie seine Eltern das inzwischen natuerlich komplett veraenderte Kambodscha wahrgenommen hatten. Er selbst spricht kein Kambodschanisch und reist wie ein Tourist in seinem quasi Mutterland umher. Das machte uns bewusst, wie extrem die kurze Periode der Herrschft der Roten Khmer das Land gepraegt und in der Entwicklung zurueckgeworfen hatte.
Am naechsten Tag gings dann (fast schweren Herzens – es hatte uns super gefallen) wieder mit dem Minibus zurueck nach Phnom Penh, wo wir uns dann am naechsten Tag in ein Boot setzten, das uns ueber den Mekong nach Vietnam und damit unserem naechsten Ziel, Chau Doc im Mekongdelta bringen sollte.
03. Oktober 2009 Sihanoukville – Nixtun an der Otres Beach Nach der paar eher anstrengenden Tage in Pnom Penh, der quirligen Hauptstadt Kambodschas suchten wir etwas Entspanntes – ein Ort wiedermal Kraft zu tanken. Von Sabine und Alex (vielen Dank!!) hatten wir den Tipp bekommen, nach Sihanoukville zu fahren - der Otres Strand sollte so super sein.
Wunderbar, ein Bus brachte uns an die Kueste, in der Stadt Sihanoukville fanden wir nach einigem verhandeln einen Tuktuk Fahrer, der uns fuer einen halbwegs vernuenftigen Preis auf den – ach so weit entfernten – Otres Strand brachte. Nach ca 20 Minuten Fahrt gelangten wir dann an den einsamen Strand – wunderschoen in einer weitgezogenen Bucht gelegen. Nach einigem Suchen fanden wir einen Bungalow der uns gefiel – dann gings ans Faulenzen und das Paradies geniessen.
In den ganzen 8 Tagen am Strand waren wir nur 2 Mal mit dem Kajak unterwegs und Alex fuhr ein Mal in die Stadt, um das vietnamesische Visum zu machen und sich neuen Lesestoff zu besorgen :-). Gegessen wurde in der Strandbar, zu der der Bungalow gehoerte, die uebrigens von einer sehr freundlichen kambodschanischen Familie betrieben wurde oder in einer der Strandrestaurants entlang des Strands. Ein Highlight war sicher eine Kajakfahrt zu einer vorgelagerten Insel – ein kleines, einsames Paradies.
Eines schoenen Tages, genau beim taeglichen Regen, bekamen wir Nachbarn in den Bungalow neben uns – nicht lange spaeter stellte sich heraus, dass einer der drei Jungs ein Suedtiroler war – mit Wurzeln in Voels am Schlern, dem Heimatort von Alex. Die Ueberraschung muss man sich vorstellen – in Kambodscha am Strand treffen wir einen Voelser. Konstantin war seit ca einem Jahr mit dem Motorrad unterwegs – gestartet von Muenchen war er durch Osteuropa, Tuerkei, Iran, Pakistan bis nach Indien und weiter nach Kambodscha. Einer seiner Begleiter (Philipp) war auch ca 1 Jahr unterwegs, in Indien hatten sie sich getroffen, Sebastian der dritte im Bunde hatte seine beiden reisenden Freunde besucht. Natuerlich verbrachten wir unsere 3 letzten Tage zusammen – zu erzahlen und Erfahrungen auszutauschen gabs genug, wie man sich vorstellen kann.
Schliesslich ging unsere gemuetliche Zeit an der Otresbeach auch zu Ende – nach einem wehmuetigen Abschied von der kambodschanischen Familie und unseren deutschen Freunden brachte uns ein Bus wieder zureuck nach Phnom Penh, von wo wir am naechsten Tag in die noerdliche Provinz (Sen Monorom – Mondulkiri) starteten.
09. September 2009 Battambang – eine Seefahrt macht lustig oder Kochen auf Kambodschanisch Hallihallo! Was wir auf der Seefahrt von Siem Reap nach Battambang erlebten ist schwer vorstellbar. 10 Stunden am komplett ueberladenen Boot, zuerst gemuetlich ueber den See, dann einen Flussarm hinauf, vorbei an unzaehligen schwimmenden Doerfern und Weilern durch den engen Fluss. Bei mehreren S-Kurven landeten wir buchstaeblich im Gemuese (das Boot schrammte ans Ufer), da es so schwerfaellig war und nicht rechtzeitig gedreht werden konnte. Amuesant dabei, beim Entlangschrammen am Ufer wurde natuerlich der Uferbewuchs foermlich abgekehrt und nicht selten landete komplett verschrecktes Getier an Bord (Spinnen, Kaefer) und sorgte fuer Aufregung - hauptsaechlich unter den weiblichen Fahrgaesten :-). Dann gabs das taegliche Gewitter und schliesslich wurden wir in Battambang von einer Meute Tuktukfahrern und Hotelschleppern empfangen, die sich um jeden Fahrgast buchstaeblich rissen. Naja uns hatte unser schlaues Buch (Reisefuehrer) schon vorgewarnt und somit wussten wir bereits eine Adresse – auf gings mit Sack und Pack, alle TukTukfahrer abwimmelnd zum Hotel. In der Stadt gabs ein Restaurant, das fuer seine Kochkurse beruehmt war – besonders Alex hatte damit schon geliebaeugelt. Somit gings zum Essentesten, worauf wir dann den Kurs fuer den naechsten Tag reservierten. Am naechsten Tag startete der Kurs gleich nach dem Fruehstueck. Zuerst stand das gemeinsame Einkaufen am Programm - wie in solchen Laendern ueblich am Markt - lets go shopping. Wir waren von den Maerkten ja schon einiges gewoehnt, aber dieser Markt war was Besonderes. Alles war zu haben, von Kutteln bis gehaeuteten Froeschen - die Frischegarantie war kein aufgedruckter Zettel sondern die Tatsache dass die Fische noch lebten als wir sie kauften :-). Der Kochlehrer erklaerte uns alle Zutaten und Gewuerze genau. Ein paar optische Eindruecke vom Markt in Battambang: Schliesslich gings mit den eingekauften Sachen zurueck zum Lokal, wo im Freien schon ein langer Tisch mit mehreren Schneidbrettern vorbereitet war. Nun gings ans Waschen, putzen, schneiden und zerstampfen im Moerser, alles unter kundiger Anleitung des Kochlehrers. Nach dem Kochkurs, bei dem wir Schweizer Gesinnungsgenossen kennenlernten, die wir spaeter wieder trafen, setzten wir uns fuer einen Verdauungskaffee in eine Bar und machten uns anschliessend mit einem TukTuk auf dem Weg zum Busbahnhof. Ein Sammeltaxi war bald gefunden und dann gings zu 8t im PKW - 4 Personen vorne, 4 Personen hinten (!!!) nach Pursat, unserer naechsten Station.
04. September 2009 Angkor - ein Traum in Stein oder Indiana Jones - LIVE HAllihallo! Jaaaa wie gesagt, ein Bus brachte uns zuerst von Bangkok zur Kambodschanischen Grenze - ganz ehrlich? Das war die luxurioeseste Busfahrt unserer ganzen Reise. Wir sassen ganz hinten auf einem Rundsofa, auf dem es sich perfekt schlafen liess - Dani demonstriert ;-). An der Grenze warteten die ueblichen Schlepper - VISA hin VISA her - sei viel teurer geworden usw - wurden wir nach erfolgreicher Stempelung des Passes in den Busbahnhof verfrachtet (mit einem Bus), dort mussten wir umsteigen. Dann gings los - wobei bald klar wurde dass der Bus nicht funktionsfaehig war. Weder schalten, noch Klimaanalge funktionierten - no problem - Bus wird gewechselt - mal nachrechnen, unser 4ter Bus in der Reise ;-). Die restliche Reise war problemlos - wir bekamen eine Einfuehrung in die Geschichte dieses Landes in dem vor ca 30 Jahren jeder gebildete Mensch (ca 1/3 der Gesamtbevoelkerung - ca 2 Millionen Menschen) liquidiert wurde, das in grossen Teilen vermint ist (ca 200 Minentote pro Jahr) und das gleichzeitig einen der groessten kulturellen Schaetze von Asien - die Tempelstadt Angkor - besitzt. Am naechsten Tag war mal ein Ruhetag angesagt - der Tempelbesuch musste schliesslich geplant und vorbereitet werden. Wir erkundeten ein wenig die Stadt, den Markt und gingen am Abend ein wenig fort.
Dann gings los - nach zaehem verhandeln mit dem Tuktukfahrer Don, der fuer 3 Tage unser Begleiter werden sollte gings los - zuerst nach Angkor Thom.
Diese Koenigsstadt hat eine Groesse von ca 4 Quadratkilometern (!!! - und wir hatten eigendlich geplant die Tempel zu Fuss zu besuchen - ein muedes Laecheln unserer Herbergsmutter war die Folge :-)) beinhaltet mehrere herrliche Tempel (Bayon, Baphuon, Phimeanakas) und die Elefantentrasse, die die Eingangsterasse fuer den alten, nicht mehr vorhandenen Koenigspalast war. Bis auf die Tempel ist das Gebiet der Stadt allerdings voellig vom Urwald ueberwuchert, sodass es schwer ist, einen Ueberblick ueber die Dimensionen zu bekommen. Durch deren Laenge von ca 600m bekommt man einen ungefaehren Eindruck ueber die unvorstellbare Pracht und Groesse der Gesamtanlage.
Nach ca 4 Stunden Besichtigung (!!) brachte uns Don dann schliesslich per Tuktuk zuerst zu einem Essensstandt in der Anlage, dann zu mehreren kleinen Tempeln (Thomannom, Chau Say Thevoda, Ta Keo, Prasat Kravan) und schliesslich zum absoluten Highlight der Anlage - Angkor Wat. Wir naeherten uns von hinten der Anlage, sodass uns deren Pracht zuerst noch verborgen blieb, als wir uns ueber die herrlichen Reliefs bis ins Zentrum und dann zum Vordereingang durcharbeiteten, sahen wir Angkor Wat von seiner schoensten Seite. Dann reichten die Besichtigungsstunden und Spazierkilometer und wir gingen zum Treffpunkt, wo unser Tuktuk Fahrer auf uns wartete.
Am naechsten Morgen hiess es raus aus den Federn, Sonnenaufgang anschauen. Der Tuktukfahrer wartete puenktlichst bereits vorm Tor (5 Uhr morgens), dann gings zu den Tempelanlagen in den Hof von Angkor Wat. Natuerlich waren wir nicht die einzigen die das Spektakel verfolgten – nachdem die Sonne allerdings aufgegangen war, verzog sich die Menge, wir setzten uns an den See in dem sich der Tempel spiegelt. Auf die Frage einer findigen Essensstandbesitzterin ob wir einen KAffee moechten, konnten wir natuerlich bei so einer Aussicht um 7 Uhr morgens nicht nein sagen :-), und so sassen wir muttersehlenalleine auf 2 uns gebrachten Plastikstuehlen mit einem guten Kaffee und hatten die schoene Aussicht auf den Tempel mit Spiegelung im See.
Mit dem Tuktukfahrer, der uns vorgewarnt hatte, dass es sein koennte, dass er in seinem Tuktuk schlaeft und wir ihn wecken sollen ;-), gings dann weiter zu einem der entferntesten Highlights, Kbal Spean. Die Anlage liegt mitten im Wald an einem Fluss. Es handelt sich dabei nicht um einen Tempel, sondern um Figuren, die von Einsiedlern direkt in die Steinen eines Bachbetts gemeiselt wurden, um das Wasser spirituell zu reinigen. Nach einer laengeren Tuktukfahrt kamen wir an und starteten sofort zur halbstuendigen, wunderschoenen Wanderung zu den Figuren.
Anschliessend stand Bantay Srei am Programm, ein eher junger Tempel, fuer den einen spezieller Sandstein verwendet wurde, der besonders feine Schnitzereien zulaesst. Die Verzierungen stellen wie auch bei den anderen Tempeln Szenen aus dem Leben Buddhas und buddistische und hinduistische Mythen dar und sind sicher die feinsten und schoensten der ganzen Tempelanlage.
Auf dem Rueckweg besichtigten wir noch das am Weg liegende Landminenmuseum. Landminen sind leider auch in der heutigen Zeit noch ein grosses Problem Kambodschas. CA 5-6 Millionen Landminen amerikanischer, russischer, chinesischer und deutscher(!!!) Herstellung wurden im Land von den roten Khmer und der vietnamesischen Armee verlegt, ein Grossteil davon (ca 4 Millionen) sind noch aktiv und versteckt. Jaehrlich sterben ca 200 Menschen in Kambodscha an Landminen – die Zahl der Verletzten ist um Einiges hoeher. Das Museum wurde von Aki Ra eingerichtet, einem Ex Kindsoldaten der roten Khmer, der selbst ca 200.000 Minen verlegt hat und nun freiwillig und meist ohne Bezahlung Minenfelder raeumt. Er schaetzt, dass er in ca 25 Jahren Minenentschaerfen ca 50.000 Minen entschaerft hat (!!!).
Als letzter Tempel stand dann noch eines der Highlights der Anlage, der Ta Phrom am Programm. Dieser Tempel hat die Besonderheit, das er stark ueberwachsen ist. Tempelmauern und Statuen sind von Baumen ueberwuchert und mit Wurzeln verhangen – ein Abenteuer nach Indiana Jones Muster ;-). Zudem ist die Tempelanlage stark verfallen, man streicht durch dunkle Gaenge und versucht sich im Gewirr der verfallenen Tuerme zurechtzufinden. Ein schlimmes Erlebnis erwartete Alex, als er sich durch einen verfallenen Gang einen Weg zum Hauptgang bahnte – ploetzlich stand er vor… einer Gruppe Japaner – komplett mit Sonnenhueten, Fotoapparaten und einem japanischen Fuehrer. Naja Japan ist nicht weit und natuerlich haben die Japaner Angkor laengst entdeckt. Trotzdem war der Tempelbesuch echt super und mystisch. Nach ca 2 Stunden beschlossen wir Richtung Heimat zu fahren.
Am letzten Tempeltag besichtigten wir alle noch verbliebenen Tempel in naeherer Umgebung von Angkor Wat (Pre Rup, East Mebon, Ta Som, Krol Ko, Neak Pean, Preah Khan, Krol Romeas) und begaben uns fuer den Sonnenuntergang auf einem Huegel in der Naehe von Angkor Wat namens Bakheng.
Ein weiteres Northland Sponsoring...01. September 2009 - Thailand - Ankunft auf einem neuen Kontinent Hallihallo - oder besser Sawasdie khrap! Wie ihr ja mitbekommen habts haben wir nun den Kontinent gewechselt und sind in einer insgesamt fast 24 stuendigen Reise - in der wir einen Tag des Jahres 2009 verloren haben - nach Thailand geflogen. War wie ihr euch vorstellen koennt eine ganz schoene Umstellung ;-). Zudem hat unser Gepaeck ja beschlossen, nicht wie wir nach Westen, sondern ohne uns nach Osten zu fliegen. Wir haben das Gepaeck nun nach x Telefonaten und gewaltiger Organisiererei mit ca 10 Tagen Verspaetung bekommen.
Die Zeit in Bangkok haben wir gemuetlich verbracht, Stadt angeschaut, gut gegessen, Sachen besorgt, Tempel besucht und verrueckte Dinge gemacht, wie zB der Dani dreadlocks ;-). Aja, da wir so viel Zeit hatten und Laptops sooo guenstig waren, haben wir uns einen neuen Reisebegleiter zugelegt - den EEEPC.
Bangkok selber ist eine sehr moderne, westliche Stadt, die foermlich im Verkehr erstickt. Die haeufigsten Fortbewegungsmittel sind - zumindest fuer Touristen - TukTuks, eine Art offenem Dreirad. Damit liess es sich - nach hartnaeckigem Handeln - ganz gut und relativ guenstig die Stadt erkunden. Ein weniger stressiges Fortbewegungsmittel sind die Boote, die den Fluss auf und abfahren - eine besonders in Hauptverkehrszeiten gute Alternative zum Stop-and-go verkehr.
Da das Leben in Bangkok doch auf die Dauer stressig wird und wir uns nach etwas ruhigeren Verhaeltnissen sehnten, haben wir beschlossen uns auf die bis jetzt erste Zugfahrt zu begeben und nach Ayuttaya zu fahren.
Ayutthaya (auf einer Insel im Zusammenfluss 3er Fluesse gelegen) war ueber 400 Jahre lang das Zentrum Thailands (frueher Siam), bis es im 17. Jahrhundert von den Birmanen zerstoert wurde. Die Hauptstadt wurde dann nach Bangkok verlegt. Trotz den Zerstoerungen kann man an den Ruinen und teilweise restaurierten Tempeln die einstige Pracht Ayutthayas erahnen. In Ayuttaya angekommen, mussten wir gleich mit einer kleinen Faehre den nahegelegenen Fluss ueberqueren, um ins Zentrum zu kommen, wo wir uns eine Herberge suchten.
Wunderschoene Anlagen, teilweise im thaistil (das was wir als ziemlich kitschig bezeichnen wuerden ;-)), teilweise im stil der Khmerkultur, mit NAtuerfarben und Backsteinen, was uns mehr zusagte.
Leider ist gerade Regenzeit, was auch Thailand nicht ausnimmt und somit ueberraschte uns Suedostasien-Frischlinge genau am Tempel, der am weitesten von unserer Unterkunft entfernt war ein Wolkenbruch. Naja, Reisen bildet - auf jeden Fall haben wir daraus gelernt ab 16 Uhr moeglichst nicht mehr weit von der Unterkunft weg zu sein, da es um die Zeit ziemlich sicher regnet. Das Besondere an unserem speziellen Wolkenbruch war, dass der Regen nicht aufhoerte sondern immer staerker wurde. Wir mussten im Regen dann noch mit FAhrrad und Sack und PAck auf eine Faehre und durch die halbe Stadt. Als kleine Zugabe bekam dann Alex’s Rad auch noch einen Patsch. Egal - wir erreichten schliesslich nass wie die Pudel im stockdunkeln und im stroehmenden Regen das Fahrrad schiebend die Unterkunft.
Wer nun glaubt wir hatten die Nase voll von Tempeln hat weit gefehlt - am naechsten Morgen gings frisch und munter auf ins Zentrum, um die wichtigsten noch fehlenden - wunderschoenen - Tempel anzuschauen.
Dann gings mit dem naechsten Zug zurueck nach Bangkok. Nach weiteren 2 Naechten in der Megastadt gings dann - endlich - per Bus zu unserer naechsten Station, Siem Reap in Kambodscha.
12.08.2009 - Los Angeles - Baywatch live oder oh schreck, das Gepaeck ist weck… Hallihallo, wie ihr ja aus unserer Reiseroute wisst, haben wir vor nicht langer Zeit den Kontinent gewechselt und sind nun in Thailand. Dazwischen liegt unter anderem eine Menge Wasser, das man am einfachsten mit dem Flieger ueberwindet. Leider war unsere Flugroute etwas kompliziert, um den Flug natuerlich moeglichst guenstig zu haben und Geld zu sparen.
Von Caracas sollten wir nach Guatemala, von dort nach San Jose und dann weiter nach Los Angeles fliegen. In Los Angeles hatten wir dann ca 23 Stunden Aufenthalt, bevors dann non-stop nach Thailand weiterging. Der Start in Caracas erwies sich, wie so vieles im Lande Hugo Chavez als etwas kompliziert, die Stolpersteine reichten vom Auftauchen einer neu eingefuehrten “Flugzeugstartsteuer”, die jeder Tourist zusaetzlich zur Flughafensteuer zahlen musste, bis zu einer langen Wartezeit bei der Passkontrolle (ca 2h) und der daraus folgenden Verspaetung aller Flugzeuge beim Start. Daraus resultierte dann, dass wir unseren Anschlussflieger in Guatemala verpassten und auf eine Direktmaschiene nach Los Angeles umgebucht wurden - eigentlich ein Vorteil da, wir uns einen Zwischenstopp ersparten - nur war mit uns nur eines von 3 Gepaeckstuecken an Bord gekommen.
Die restlichen 2 Gepaeckstuecke blieben in Guatemala. Das erfuhren wir allerdings erst, als wir um ca 2 Uhr morgens in Los Angeles als Einzige noch am Gepaeckband warteten… Naja, was soll man machen, wir fuellten mit einem Angestellten der Fluglinie den Gepaeckverlustreport aus und gaben ihn mitsamt den ganzen Orginalen der Gepaeckbelege vertrauensvoll an den Mitarbeite, der ihn sogleich ins Buero der Gepaecksuchstelle bringen wollte. Wir sollten uns am naechsten Tag vormittag dort melden, dann wuessten sie bestimmt Naeheres. Daraufhin fuhren wir schon ziemlich muede ins vorgebuchte Airporthotel.
Am naechsten Morgen, nach einem super Fruehstueck, starteten wir um 9 Uhr zu einer Stadtrundfahrt durch Los Angeles, der Filmhauptstadt. Besonders Dani war von den diversen Schauplaetzen, die sie aus den Filmen/Serien kannte, fasziniert. Darunter waren Venice Beach (Baywatch), Santa Monica und Santa Monica Bay (Pretty Woman/Forrest Gump) und diverse Andere.
Am Programm standen natuerlich Hollywood mit dem Walk of Fame und dem Kodak Theater (Oscarverleihung), den Fuss - und Handabdruecken beruehmter Stars am Hollywood Boulevard, Beverly Hills und Bel Air mit den ganzen Villen der Stars (inklusive dem Haus, wo Michael Jackson vor einigen Tagen gestorben war und wo noch immer Blumen lagen und Menschen weinten), sowie Rodeo Drive (Modeboutiquen) und Hollywood Boulevard mit den ganzen Nachtclubs.
Wie verlangt, erkundigten wir uns gegen Mittag bei der Gepaeckfundstelle per Telefon nach dem Gepaeck. Dort erwartete uns eine Ueberraschung, da die Dame am Telefon ueberhaupt keine Ahnung von irgendwas uns betreffend hatte, der Report mit den ganzen Orginalen der Gepaeckbelege war nie bei ihr eingelangt. Wunderbar, es blieb uns also nichts anderes uebrig als am Abend zum Flughafen zu fahren und persoenlich beim Buero vorzusprechen. Egal, wir liessen uns nicht beirren und genossen den Rest der Stadtrundfahrt. Am Abend fuhren wir also zum Flughafen, gluecklicherweise hatten wir eine Kopie des Reports mit den Gepaecknummern bekommen, den wir der Dame nun zeigen konnten. Der langen Rede kurzer Sinn, das Gepaeck blieb verschwunden, auch vom Buero der Fluglinie haben wir nie mehr etwas gehoert. Gluecklicherweise gab es im Buero einer komplett anderen Fluglinie in Guatemala, die aus irgendeinem Grund unser Gepaeck bekommen hatten, einen Mitarbeiter, der sich per Email an die auf dem Gepaeckanhaenger aufgeschriebene Emailadresse meldete. Er kuemmerte sich ums Gepaeck und schickte es nach Guatemala, dort wurde es in einen Flieger nach Amsterdam verladen, von dort sollte es dann nach Bangkok kommen. Der langen Rede kurzer Sinn, das Gepaeck wurde in Amsterdam wiederrum nicht verladen, wie wir am Flughafen am Gepaeckband merkten, als wir nach ca 8 Tagen mit voller Erwartung am Flughafen in Bangkok wartetet. Wir erhielten es einen Tag spaeter, beim 2ten Versuch mit ca 9 Tagen Verspaetung - Phuuuu ;-).
06.08.2009 - Curacao - unser Paradies in der Karibik Hallihallo! Unsere Reise in die Karibik begann alles andere als gut - zumindest fuer Dani :-). Beim einchecken in Punto Fijo in Venezuela war sie wohl einem Grenzbeamten aufgefallen, der sich beim Gepaeckcheck dann ihren Rucksack gruendlichst vornahm. Er zerklaubte jedes einzelne Teil im Rucksack neben einer Dani, die - aus der Ferne betrachtet - kochte wie ein Wasserkessel. Als dann Dani auch noch beim Check des Handgepaecks extra lange untersucht wurde, verstand sie die Welt nicht mehr ;-).
Schliesslich brachte uns dann eine kleine Propellermaschine zuerst nach Aruba und dann auf unser Ziel, Curacao. Mit den Bus fuhren wir dann in das billigste Hotel, das wir gefunden hatten, das Curacao Plaza. Als Dani dann dort den Pool und das Zimmer sah, war sie mit Curacao wieder versoehnt.
Nach einem reichlichen Fruehstueck machten wir uns auf den Weg zum Postamt, wo 4 Pakete auf uns warten sollten. Taten sie auch, nur hatten wir nur von 2 Paketen die Paketnummer (bei der Italienischen Post gibts das scheinbar noch nicht) und mussten gegen eine Postbeamtin ankaempfen, die uns sagte ohne Paketnummer kann sie uns kein Paket geben. Nach einigen Diskussionen holte sie die Managerin, die dann anstandslos mit unseren Paessen loszog und in einer dicken Mappe von “Poste Restante” Post nach den Briefen suchte. Es stellte sich heraus, dass von 2 Briefen zwar die Eingangsbestaetigung da war, die Briefe aber nicht. man bat uns in ein paar Tagen wiederzukommen, dass die Post Zeit haette die Briefe zu suchen.
Naja, anschliessend versuchten wir an unser vorreserviertes Auto zu kommen, was auch etwas kompliziert war.
Irgendwann waren wir schliesslich aufbruchsbereit und starteten mit dem Abklappern der Straende - von einigen hatten wir den Tipp bekommen, dass man als Camper geduldet werden wuerde. Das stellte sich als nicht so leicht heraus - schliesslich fanden wir einen oeffendlichen Strand ohne Einrichtungen - und damit ohne Wasser - an dem wir unser Zelt aufstellen konnten. Wunderschoen direkt am Strand kochten wir uns mit Meerwasser Spaghetti - leider war das einzig trinkbare das wir mithatten eine 2-Liter Sprite Flasche.
In der Fruehe wuschen wir uns im Meer und starteten weiter mit unserer Suche nach einem Schlafplatz mit Wasserversorgung.
Was sich als nicht leicht herausstellte. Wir waren vor allem auf der Suche nach einem Strand, an dem wir Zugang zu Trinkwasser haetten um zu vermeiden riesige Mengen Wasser kaufen zu muessen. Nach einigen erfolglosen Versuchen, nachdem wir uns schon drauf eingestellt hatten auf einem Strand ohne Trinkwasser bleiben zu muessen, gelangten wir schliesslich an die Daaibooibucht!!! Sofort wussten wir - wenns hier nicht klappt, dann nie. Ein freundlicher Hollaender (Kees) war der Betreiber der Strandbar, ein alter Hippie, der uns sofort freundlich begruesste und auf unsere Frage ob wir am Strand campen duerften sofort ja sagte. Er meinte auch gleich wir sollen einfach jeden Tag kommen, er wuerde uns gratis Wasser geben. Wir hatten unser Paradies gefunden!!juhuuuuuu!!!!!
Wir fuhren sofort zu einem Supermarkt und packten das Auto mit Lebensmitteln fuer 2 Wochen voll. Nach unserer Rueckkehr bauten wir das Zelt auf und verbrachten die erste Nacht in unserem kleinen Paradies.
In den folgenden Tagen ruehrten wir uns nicht von der Stelle (bis auf das Zurueckbringen des Autos nach Willemstad). Wir lagen in unserer Haengematte, in der Sonne, am Strand. Wir genossen die wunderbare Unterwasserwelt beim Schnorcheln und begannen den Tag, indem wir eine ausgiebige Runde in der menschenleeren Bucht schwammen. Taegliches Pflichtprogramm war auch ein Ratscher und ein eiskalter Eistee in der Strandbar, zu dem uns der Besitzer -Kees- meistens eine Kostprobe seiner Kochkuenste gratis dazugab. Er fuehrte nebenbei naemlich einen privaten Cateringservice und war leidenschaftlicher Hobbykoch.
Ansonsten versorgten wir uns selber. Mit unserem tollen kleinen Benzinkocher machten wir uns immer ein gutes Fruehstueck und koestliche Abendessen. Abends genossen wir immer wieder die wunderschoenen Sonnenuntergaenge bei einem selbstgemixten Cocktail, spielten Karten oder beobachteten die Sterne von unserer Haengematte aus. Hier die schoensten Eindruecke von diesen Tagen:
Der Traum - am Strand aus Kokosnuessen Cocktails trinken - auf Curacao natuerlich mit dem weltbekannten Blue Curacao Liquor
Die einzige Unterbrechung dieses Nichtstuns war eine Fahrt nach Willemstad, um unsere ausstehenden Briefe in der Post zu holen, die wir dann dort auch anstandslos bekamen - scheinbar hatten sie sie inzwischen wieder gefunden. Besonders gluecklich waren wir, dass Danis neue Bankomatkarte darunter war - ihre alte Karte hatte in Argentinien den Geist aufgegeben.
Die restlichen Tage vergingen ohne besondere Vorkommnisse, viele Tagesbesucher waren fasziniert von unserem Strandplatz und wir weckten bei einigen schoene Traeume ;-). U.a. auch Willem, ein hollaendischer Professor, der ein Monat im Jahr an der Wiener-TU als Gastprofessor arbeitet und mit dem man sehr gut ueber das Leben philosophieren konnte.
Frueh am morgen bestiegen wir am naechsten Tag den Flieger, der uns wieder ueber Aruba nach Venezuela brachte. Unser kleines Paradies werden wir wohl so schnell nicht vergessen…
31.07.2009 - Venezuela - am Weg in die Karibik Hola a todos! Nach einem Flug uber Lima kamen wir am fruehen Abend in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas an. Dieses gelobte Land von Hugo Chavez bzw die Hauptstadt hat ja keinen besonders guten Ruf, weshalb wir etwas angespannt die Fahrt ins Zentrum erwarteten. Gleich am Flughafen wurden wir von einem Agenten empfangen - extra Personen, die sich Touristen annehmen und ihnen helfen sich zurechtzufinden. Das ueberraschte uns positiv , da er uns echt wertvollte Tipps gab (zb. Geld unbedingt am Schwarzmarkt zu tauschen, offizieller Kurs 1USD = 2,5 Bolivares, Schwarzmarkt: 1 USD = ca 6 Bolivares -> und das als Tipp von einem offiziellen Touristenberater).
Hach tut das guuuuuut - Waerme und Faulenzen - Dani geniessts ;-) Nach der problemlosen Reise mit dem Flughafenbus zum Busterminal versuchten wir ein Ticket fuer einen Nachtbus nach Coro, an der Kueste von Venezuela zu ergattern. Am Busterminal erwartete uns ein ohrenbetaeubender Laerm von Vertretern der Busgesellschaften auf Kundenfang, die sich gegenseitig zu uebertoenen versuchten. Die grossen Busgesellschaften waren alle ausgebucht, nur eine Gesellschaft hatte noch Tickets. Nach kurzer Zeit wussten wir auch warum - es handelte sich bei den Bussen um einfache 12-sitzer Minibusse - und das fuer eine Nachtfahrt von ca 7 Stunden :-(. Allerdings machten die sympatischen Mitreisenden und der sympatische Busfahrer den fehlenden Comfort wieder wett.
Alex entspannt am besten beim...Lesen - natuerlich auch in der Haengematte Gegen 3 Uhr in der Fruehe erreichten wir Coro, mit dem Taxi gings dann zum ausgewaehlten Hostal. Nach einigem Laeuten kam schliesslich der Besitzer zur Tuer, der uns vorwurfsvoll fragte, ob wir denn wuessten wie spaet es ist und meinte, um diese Zeit vermietet er sicher kein Zimmer. Super - und um uns das zu sagen, war er aufgestanden.
Naja zum Glueck gabs noch andere Hostals, beim naechsten Versuch bekamen wir ein Zimmer in einem urgemuetlichen, freundlichen Hostal, das von einem ehemaligen weltreisenden Franzosen und seiner venezuelanischen Frau gefuehrt wurde. Wir nutzten die naechste Tage, um uns die Stadt anzuschauen, zu bummeln, aber hauptsaechlich, um zu faulenzen und uns an die Klimaumstellung (Andenhochland Boliviens - Tropenklima der Kueste von Venezuela) zu gewoehnen.
Wie ihr seht haben wir uns wirklich nicht aus der Haengematte bewegt - es sind gerade mal 2 zeigenswerte Fotos entstanden ;-). 3 Tage spaeter gings dann mit dem Bus nach Punto Fijo, einer Industriestadt an der Kueste von der aus unser Flug in die Karibik - genauer auf die Insel Curacao - starten sollte.
Dieser Artikel wurde am Freitag, 31. Juli 2009 um 13:34 erstellt und ist in der Kategorie Süd Amerika, Venezuela abgelegt. Antworten zu diesem Artikel können durch den RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden
36.07.2009 - Copacabana - Forellen vom Titicacasee, wo Sonne und Mond geboren wurden Hallihallo! Wie ihr ja wissts hatten wir eine sehr schoene aber auch relativ anstrengende Nacht in Tiahuanacu beim Neujahrsfest der Aymaraindianer. Nun waren wir wieder auf der Suche nach einem ruhigen Rastplaetzchen und unsere Bolivienreisevorbilder Anna Maria, Carsten und Katja (Danke fuer die Tipps ;-)) hatten uns Copacabana empfohlen. Direkt von Tiahuanacu kommend wechselten wir in La Paz den Bus und starteten weiter nach Copacabana, eine Busfahrt von ca 4 Stunden.
Nach ca 2 Stunden gemuetlicher Fahrt gelangten wir an die Ufer des Titicacasees, wunderschoene, teilweise karge Landschaft, die schon von den Inkas und ihrern Vorkulturen(z.B. Aymaras) terrassiert und intensiv bewirtschaftet wurde. Wir kamen schliesslich mit dem Bus an einen Hafen, wo es hiess, dass alle Passagiere aussteigen und mit den Boten weiterfahren mussten. Gesagt, getan, auch der Bus wurde auf einen abenteuerlichen Frachtkahn verfrachtet und ueber einen Arm des Titicacasees verschifft. Mit einem kleinen Boot gelangten wir ans andere Ufer und dann nach einer weiteren halben Stunde Fahrt im Stockdunkeln nach Copacabana, wo wir uns einquartierten.
Den naechsten Tag verbrachten wir gemuetlich in der Stadt, besuchten die Virgen de Copacabana und schauten uns den Sonnenuntergang vom Huegel hinter der Stadt an.
Am Tag danach hatten wir einen Tagesausflug auf die Isla del Sol gebucht, der Legende nach die Geburtsstaette des ersten Inka und von Sonne und Mond. Nach einer 2 stuendigen Schiffsfahrt gelangten wir am Nordende der Insel an, besichtigten das dortige Museum und wanderten auf die suedlichste Spitze der Insel, dem heiligen Felsen der Inkas.
Die Insel war schon von den Aymara Indianern bewohnt, die sie terassierten und dort Kartoffel, Mais und Getreide anbauten. Gefuehrt wurden wir von einem Inseleinwohner, der einer Genossenschaft angehoerte, die die Einwohner zur Touristenbetreuung gebildet hatten. Er erzaehlte uns einige Legenden und Mysterien, die die Insel und die alten Inkaruinen sowie den heiligen Felsen in unseren Gedanken zum Leben erweckten.
Da wir langsam fuhren und mit grosser Verspaetung gestartet waren konnten wir am See noch den wunderschoenen Sonnenuntergang bewundern. Am Abend suchten wir ein unscheinbares, in unserem Fuehrer beschriebenes Lokal auf. Obwohl wir etwas stutzig wurden als wir sahen, dass wir die einzigen Gaeste waren, liessen wir uns nicht beirren und bekamen als Belohnung ausgezeichnete Forellenfilets vom Titicacasee vorgesetzt.
Nach einem weiteren, gemuetlichen mit Bummeln und Faulenzen verbrachten Tag bestiegen wir wieder den Bus, der uns zurueck nach La Paz brachte (inklusive der kurzen Schiffsfahrt ueber den See wie bei der Anfahrt).
Da wir den Weiterflug von La Paz erst 2 Tage spaeter hatten, hatten wir noch die Moeglichkeit einige Zeit dort zu verbringen. Dabei standen Souveniers und das Stadtleben am Programm. Zufaelligerweise hatten wir uns ein Hotel ausgesucht, das mitten im Viertel der Friseure lag. Jedes Mal, wenn wir zum Hotel gingen versuchten uns die Friseure zu ueberreden, doch zumindest den Bart (Alex) schneiden zu lassen. Irgendwann, als wir wieder eine besonders nette Friseurin abzuwimmeln versuchten dachten wir uns, ach egal, lassen wir uns doch die Haare schneiden. Zumindest etwas kuerzen, als Vorbereitung fuer unseren Badeurlaub in der Karibik ;-). Gesagt, getan, in den Salon gesetzt, wurden wir von 2 Friseurinnen verwoehnt, die sichtlich gefallen daran hatten sich mit dem europaeischen Haartyp zu befassen ;-). geschaeftiges Leben in den Strassen von La Paz
Frueh am naechsten morgen brachte uns ein Taxi zum Flughafen, wo wir uns dann entgueltig von Bolivien verabschiedeten - Venzuela und die Karibik erwartete uns.
20.07.2009 - Ueber la Paz nach Tiahuanacu - oder wie man als Aymaraindianer Neujahr feiert HAllihallo! unser Guide Pablo hatte uns auf der Tour zum Maragua Krater den Tipp gegeben doch zum Aymara-Neujahrsfest nach Tiahuanacu zu kommen, das am 21. Juni stattfinden sollte. Auf der Nordhalbkugel ist das ja der kuerzeste Tag des JAhres und die Aymara, die ja anlehnend an den Inkaglauben die Sonne als Gott verehren, feiern die ganze Nacht und begruessen am Morgen die aufgehende Sonne. Das geschied im Wissen, dass ab jetzt die Zeit, die die Sonne in der NAcht weg bleibt, immer wieder kuerzer wird.
Nun gut, von Sucre sind wir in einer Nachtfahrt nach La PAz, haben uns dann dort noch ein letztes MAl mit unseren franzoesischen Mitreisenden Nico und Alice getroffen, die wieder nach Frankreich zurueckkehrten.
Am naechsten Tag gings dann nach Tiahuanacu, das alte Zentrum der Aymarakultur , nach ca 2 Stunden Fahrt waren wir dort. Dort wurde schon alles fuer das grosse Fest vorbereitet, alle moeglichen Staende mit Waren und Essen sowie eine grosse Buehne fuer Musikgruppen.
Als wir ankommen ist auf den Strassen schon ziemlich viel los in Tiahuanacu.
Zuerst schauten wir uns noch die Tempelanlagen mit dem beruehmten Sonnentor an. Der Tempel mit dem Tor war ja lange Zeit ein Zentrum der Esoterik/Ufo Kultur, da es dort sehr hochkonzentrierte Erdenergiestroeme geben soll - dementsprechend war das Fest auch von sehr vielen Hippies besucht. Die Tempelanlagen sind wunderschoen, wenn auch massiv restauriert, trotzdem sind sie sehr beeindruckend und teilweise mit wunderschoenen Verziehrungen. Was auch einen besonderen Reiz ausmacht, ist die Tatsache, dass die Tempel ja noch voll in Funktion sind.
Am Abend gings dann los, die Besucherfrequenz in und um die Tempel und der Stadt Tiahunacu nahm zu, die ersten Bands fingen an zu spielen und an den Essensstaenden begannen die bolivianischen Frauen zu kochen.
Das Fest wurde immer belebter, die Nacht gleichzeitig immer kaelter. Als wir es bei ca -15 Grad nicht mehr aushielten, legten wir uns bis ca 2 Uhr schlafen. Um die Uhrzeit war das Fest am Hoehepunkt, der Festplatz war voller Menschen mit einer WAhnsinnsstimmung. Gegen 4 Uhr begannen sich die Massen Richtung Tempelanalagen zu bewegen, nach einer gruendlichen Leibesvisite wurden die Besucher eingelassen.
Ein sehr besonderer Gast, der kurz vor Sonnenaufgang eintraf war der Bolivianische Praesident Evo Morales. Ganz kurz vor Sonnenaufgang starteten die Aymarapriester in traditionellen Gewaendern dann die Zeremonie, wo auf einem grossen Altar verschiedene Objekte geopfert wurden.
Der grosse Moment war dann, als die ersten Sonnenstrahlen die eisige Nacht (-15 bis -20 Grad) durchdrangen. Die komplette Menge von sicher einigen tausend Leuten streckten die Haende der Sonne entgegen, um die kosmische Energie dieses besonderen Moments aufzufangen. Im selben Moment stieg sofort die Temperatur an und die erfroreren Finger begannen aufzutauen. Echt ein schoener Moment. In dem Moment begann das Aymara Jahr 5017. Die Indianer begannen daraufhin zu tanzen und traditionell die Sonne zu begruessen. Echt ein schoener Moment!
Die Leute tanzen um die grossen Aymarafahnen
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck spazierten wir ueber den Sonntagsmarkt, der am Festplatz an diesem Feiertag abgehalten wurde. Hier ein paar bunte Eindruecke davon :
Danach starteten wir wieder retour nach La PAZ, wo wir dann gleich den Bus zu unserem letzten Reiseziel in Bolivien bestiegen, Copacabana am Titicacasee.
17.07.2009 - Potosi, die Stadt unterm schweizer Kaese
Nachdem wir ja von Uyuni ziemlich schnell gefluechtet waren kamen wir in unserem naechstem Ziel an, der Stadt Potosi. Die Strecke war wunderschoen - mitten durchs einsame Andenhochland.
Diese Minenstadt (auf etwas mehr als 4000m) wurde von den Spaniern am Fuss des Cerro Rico gegruendet, damals eine der groessten Silberlagerstaedten der Welt.
Heute ist der Glanz ziemlich verblasst, das Silber ist fast erschoepft, im Moment wird Zink abgebaut, dessen Weltmarktpreis aber auch im Sinken begriffen ist. Auf jeden Fall hat die Stadt sich etwas vom Reichtum in Form eines wunderschoenen Stadtzentrums erhalten.
Man merkt den verblassten Reichtum - wunderschoene aber verfallene Gebaeude und Gassen
Was aber hauptsaechlich die Anziehung der Stadt ausmacht ist die Moeglichkeit eine Tour in die Minen zu machen und den extrem harten Alltag der Minenarbeiter mitzuerleben. Diese arbeiten in Schaechten auf ueber 10 Ebenen unter mittelalterlichen Bedingungen im Berg. Die Ausruestung besteht aus Helm mit Lampe, Hammer, Meisel, Dynamit und Cocablaettern (um die extremen Bedingungen aushalten zu koennen). Gearbeitet wird bis zu 10 Stunden bei ueber 30 Grad ohne Frischluftzufuhr und das auf einer Meereshoehe von ca 4300m.
Mit gemischten Gefuehlen suchten wir uns eine Agentur aus, mit der wir so ein Bergwerk besuchen wollten. In der Fruehe gings los, zuerst wurden wir eingekleidet, dann stand ein Besuch auf dem Markt der Minenarbeiter am Plan.
Dort gabs hauptsaechlich Cocablaetter und Dynamit in jeder Form zu kaufen. Potosi ist wahrscheindlich die einzige Stadt der Welt, wo man in einen Laden gehen kann um sich - wie Brot - Dynamitstangen zu kaufen. Wir kauften je eine Stange Dynamit (2,5 Euro) mit Zuender sowie Cocablaetter und Erfrischungsgetraenke fuer die Minenarbeiter.
Dann gings zuerst in eine Erzwaschanlage, wo maschinell und unter Einsatz von aetzenden Chemikalien der Silber-und Zinkstaub vom Gestein getrennt wird.
Anschliessend gings dann auf zum Berg....und ueber allem wacht der Cerro Rico, ausgehoehlt und durchloechert in ueber 10 Ebenen
Das Eingangsloch war von der Lamaopferung am Tag zuvor noch ganz blutverschmiert. Interessanterweise coexisitieren bei den Mienenarbeitern das Christentum und die Urreligion (Pachamama, Mutter Erde der Oberflaeche und El Diablo, Herrscher der Unterwelt und damit der Minen) bis heute.
Nun gings in die Dunkelheit, in ein Loch, kaum gross genug fuer einen aufrecht gehenden Menschen. Die teilweise eingestuerzten und angeknacksten Deckenstuetzen machten uns bald klar, dass wir das Denken “was waere wenn…” moeglichst unterlassen sollten.
Nach ca 600m kamen wir an ein eigens eingerichtetes einfaches Museum, wo die Geschichte der Minen beschrieben wurde. Anschliessend wurde es dann richtig eng und heiss. Wir krochen in der staubigen Luft in die untere Ebene ab.
Teilweise mussten wir dabei auf allen Vieren kriechen, was vor allem aufwaerts bei dem Staub, der Hitze und der Meereshoehe (ca 4300m) nicht einfach war.
Schliesslich gelangten wir zu unserem Ziel, einem kleinen Tunnel der von 2 Arbeitern grade gegraben wurde. Nun lernten wir hautnah die wirklich beeindruckenden Bedingungen kennen unter denen das Erz abgebaut wurde.
Schwitzend und keuchend vor Staub und Hitze schlug ein Arbeiter mit dem Meisel ein Loch fuers Dynamit in das Gestein. Er meinte, wenns gut geht haette er nach 5 Stunden Arbeit das Loch fertig.
Nach ca einer halben Stunde Gespraech mit den Arbeitern, bei dem uns langsam die Luft ausging, gings wieder raus aus dem Tunnel. Wir legten mehr oder weniger den gemachten Weg wieder zurueck, wobei uns das Klettern auf die hoeheren Ebenen auf allen Vieren besonders schwer fiel. Schliesslich gelangten wir in den Ausgangstunnel von dem uns frische und kuehle Luft entgegenstroehmte - aaaaaaa, welche Wohltat. Es tat richtig gut wieder im Freien zu stehen ;-).
Nun praeparierten unsere Tourfuehrer (alles Ex-Minenarbeiter) noch 2 Stangen Dynamit fuer ein kleines Feuerwerk. Ein letzter Nervenkitzel war dann das Dynamit mit der brennenden Zuendschnur fuer ein Foto in der Hand zu halten ;-).
Anschliessend sprengten wir damit unter einem ohrenbetaeubenden Knall einen entfernten Stein in Stuecke.
Die ganze Tour war auf jeden Fall ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Nach einem weiteren Ruhetag in Potosi, den wir mit Stadtspaziergaengen und Marktbesuchen verbrachten, gings weiter zu unserem naechsten Ziel, Sucre, der Hauptstadt Boliviens!
26.06.2009 - San Pedro de Atacama - Jooo mir sein mitn Radl dooo Highlight nach Highlight - Schlag auf Schlag. San Pedro de Atacama war ein ganz besonderer Teil unserer Reise - und im Nachhinein gesehen einer der Schoensten. Nachdem wir die Anreise ueber einen Pass von 4600m und die xte Einreise nach Chile (ist immer wieder spannend, natuerlich mit peinlichster Gepaeckkontrolle - grrrr) gut ueberstanden hatten, machten wir uns wieder mal auf Hostalsuche.
San Pedro de Atacama ist eigentlich ein staubiger Wuestenort, urspruenglich ein Zentrum der Atacameño Indianer, jetzt hauptsaechlich bestehend aus Tourismusagenturen, Hostals, Restaurants und Fahradverleihen. Nach laengerer Suche fanden wir schliesslich ein Hostal, was aufgrund deren Menge gar nicht so einfach war.
Da die meisten schoenen Plaetze (z.B. Sandduenen fuers Sandboarden - siehe Bericht Oase Huacacina in Peru ;-)) mit dem Fahrrad erreichbar sind, liehen wir uns am Tag danach einen Drahtesel samt Sandboard aus und starten zum Valle de la Muerte, wo es gute Duenen geben sollte. Nach einer wunderschoenen Radfahrt fanden wir die Duenen und wir stuerzten uns ins Vergnuegen.
Am Abend gings dann mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang wieder zurueck ins Dorf.
Am naechsten Tag - nun ja schon etwas erfahren mit dem Fahrrad in der Wueste - beschlossen wir ins nahegelegene Valle de la Luna zu fahren, ein Tagesausflug von ca 40 Fahrradkilometern. Nun ja, was sollen wir sagen, seht am besten selbst die Bilder - es war echt Wahnsinn, wunderschoene, sehr karge Landschaft, echt wie man sich die Mondoberflaeche vorstellt. Grossteils sind die Schluchten und Huegel aus Salzkristallen geformt, was eine extrem lebensfeindliche Landschaft darstellt, die sich aber bei jedem der sehr seltenen Regenguesse stark veraendert.
Die 2 Jungs (Alex und Nico) machten dann noch einen Abstecher zu einer aufgelassenen Salzmine, deren Besichtigung sich als ein echtes Abenteuer herausstellte…;-).
Schliesslich gings dann wiederum in einem wunderschoenen Sonnenuntergang ueber die Hochebene der Atacamawueste zurueck nach San Pedro.
Nach einem Ruhetag nahm Alex dann noch an einer Tour zu einem Observatorium in der Wueste teil. Die klare und trockene Luft erlaubte superklare und wunderschoene Blicke ins Universum.
...wie hier die nahe Betrachtung der Mondoberflaeche
Fuer die naechsten Tage hatten wir eine 3-taegige Tour zum Salar de Uyuni geplant, was gleichzeitig unsere Weiterreise nach Bolivien bedeuten sollte. Wie die Tour verlaufen ist und warum man bei der Auswahl der Tourismusagentur sehr vorsichtig sein sollte, steht im naechsten Bericht.
Wir, Daniela Weinhappl und Alex Janek befinden uns gerade auf einer einjaehrigen Reise, die uns ein halbes Jahr durch Suedamerika und ein halbes Jahr durch Suedostasien fuehren wird. Diese Webside haben wir ins Leben gerufen um mit unseren Familien, Freunden und Bekannten unsere Erlebnisse und Erfahrungen zu teilen.
Wie es zur Reise kam, nun, wir waren immer schon gerne unterwegs, haben immer Urlaube in exotischen Laendern gemacht und wollten so viel wie moeglich von der Welt kennenlernen. Die Idee fuer eine richtig lange Reise entstand, als uns die STATravel Werbung fuer das Round-the-World Flugticket in die Haende fiel. Das waer doch was fuer uns. Ab da war die Idee geboren und wir fingen an uns zu informieren und die Idee und unseren Plan zu konkretisieren. Schliesslich wars dann im Dezember 2008 soweit, nach 4 Jahren sparens hiess es Rucksack packen, Wohnung aufloesen und ab an den Flughafen - das Abenteuer konnte beginnen.
Noch kurz ein paar Worte zum “Wir”, wie gesagt wir sind Dani und Alex, Dani, gebuertige Kaerntnerin ist fertige Psychologin und arbeitet(e) in einer Kriseneinrichtung fuer Jugendliche in Graz, Oesterreich. Alex ist gebuertiger Suedtiroler, studierte in Graz und beschloss das Studium der Elektrotechnik mit dem Doktorat kurz vor Beginn der Reise im Dezember 2008.
Nun wuenschen wir euch viel Spass beim Lesen unserer Reiseberichte, beim Betrachten der Fotos und beim Teilhaben an unseren Erlebnissen. Wir freuen uns immer ueber Kommentare zu unseren Berichten!
Dani & Alex Für weitere Info bitte besuchen Sie auch unsere Website oder werfen Sie einen Blick in unsere MitaufReisen - Bildergalerie