Abenteuer Welt: Städtetrip nach Dublin

Unser Abenteuer Welt Magazin entführt uns diesmal in die sagenumwobenen Gefilde von Irland.

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Diesmal zieht es uns auf eine etwas andere Art von Reise im Abenteuer Welt Magazin. Nicht nur Wanderungen und Bergberichte gibt es zu lesen - sondern jetzt auch einen Städtetrip! Und es ging nach Irland - der immergrünen Insel! Egal ob für Naturverliebte, Wanderer oder Erlebnissucher, hier findet jedes Abenteurerherz etwas für sich.

Diese magische Anziehungskraft hat auch eine Northländerin zu sich gelockt - im kalten Januar zog es Merry Nauck, eine Mitarbeiterin aus dem Hause Northland, auf die Insel voller Kobolde und Kleeblätter! In unserem Beitrag berichten wir über die Highlights dieses Städtetrip nach Dublin! Viel Spaß beim Lesen!

 

Dublin: die Hauptstadt Irlands

Trotz (oder gerade wegen?) der kalten Temperaturen mit denen sich der Januar präsentiert, hat uns die Reiselust gepackt. Auf der Suche nach einem passenden Ziel, welches sich für einen Kurztrip eignet, sind wir auf Irland gestoßen - einer meiner persönlichen Langzeitwünsche. Gesagt, getan - es ging nun für vier Tage zu einem Städtetrip nach Dublin. Natürlich wollten wir die gesamte Insel sehen, aber das würden wir uns für eine spätere Reise aufheben, bei dem mehr Zeit ist.

Dublin und seine herrliche Umgebung haben allerdings auch so einiges zu bieten und bei der Recherche nach interessanten Ausflugszielen wird uns schnell klar, dass vier Tage nicht genug sind um alles zu bewundern, was wir gerne sehen und erleben würden. Nach einigem hin und her stand unser Plan dann natürlich doch fest. Im Nu waren die Flüge und die Unterkuft gebucht und die Vorfreude hatte uns voll und ganz in ihren Fingern. Wenn einen das Reisefieber packt, dann richtig! Wir saßen die letzten Tage vor der Abreise wie auf heißen Kohlen. Meinem Partner, welcher mich auf dieser Reise begleiten würde, erging es sogar noch schlimmer. Für ihn war es der erste Flug nach 15 Jahren! Die Aufregung war bei uns beiden also besonders hoch. Dann war der ersehnte Tag auch schon gekommen - es ging auf und davon!

 

Tag 1: Dublin, eine Stadt voller Wunder

Als wir nach einem knapp dreistündigen Flug um 9 Uhr morgens in Dublin ankamen, begrüßte uns als erstes ein strahlend blauer Himmel. Von dem ganzen Grau in Österreich ein wenig verschreckt, war dies ein herrliches Willkommensgeschenk! Auch die Temperatur war mit +7 Grad unglaublich angenehm. Wir wählten die schnellste Route zu unserem Hotel, um dann direkt und ohne Umschweife in das Getümmel der Stadt zu tauchen. Leider hatte das Wetter jetzt schon umgeschlagen und ein kalter Nieselregen überschattete das Erlebnis. Dennoch nichts gegen die Kälte in Österreich, wir ließen uns die Freude nicht nehmen und genossen das authentische, irische Wetter. 
Trotz des Regens wuselten die Straßen gerade zu vor lauter Touristen und Einheimischen - obwohl eigentlich keine Feriensaison oder größere Feiertage in der Nähe waren.

Es scheint, als würde von Irland eine besondere Anziehungskraft das ganze Jahr über auszugehen!
Die Stadt hat einiges zu bieten, wir besuchten als Erstes das Trinity College um das Book of Kells zu bewundern, eines der ältesten mittelalterlichen Manuskripte. Auch der Innenhof der Universität war beeindruckend und faszinierte mit besonderer Architektur.
Danach verschlug es uns in das Dubliner Wachsmuseum (uns war es doch ein wenig zu regnerisch um weiter im Freien herumzuspazieren). Hier genossen wir einen witzigen Ausflug in die irische Geschichte und wurden mit einer Live Vorstellung von Riverdance belohnt. Ein voller Erfolg!

Nach dem Besuch des Museums hatte das Wetter zum Glück aufgeklart, eine helle Sonne erstrahlte über der Liffy und wir machten uns auf zum Dublin Castle. Auch hier wieder, ein sprachloser Moment nach dem Anderen. Das Bauwerk ist reich an Geschichte und atemberaubender Architektur. Absolute Begeisterung bei mir und meiner Begleitung! Ehe wir uns versahen, war der Tag schon so gut wie vorbei und wir verbrachten den Abend in einem gemütlichen Pub mit dem ein oder anderen Guinness. Was wäre ein Irland Urlaub ohne diese Köstlichkeit?

Tag 2: Howth, die Fischerstadt an der Küste

Am Morgen des zweiten Tages brachen wir so gleich nach Howth auf. Das kleine, idyllische Fischerdorf liegt rund 35 Minuten mit dem DART, (Dublin Area Rapid Transit - dem Dubliner Nahverkehrszug) weiter östlich und ist ein überaus beliebtes Ziel bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen. Überall liegen Fischerboote an den Pieren, die Möwen kreischen über den Köpfen, der Duft von Salz und Meer liegt in der Luft. Man fühlt sich gleich viel freier und lebendiger, hier an diesem offenen Ort.

Lange Steinpiere, die weit hinaus ins Meer führen, laden zum Spazieren ein, ebenso wie die herrlichen Wanderrouten direkt an der Küste. Die Landschaft ist wild und rau, von grauen Felsen und spitzen Kanten gezeichnet. Hier sieht man, wie schroff und dennoch magisch das Land sein kann. 

Wir haben uns für eine Tour mit einem Local Guide entschlossen, welcher die Besucher gleich bei der DART Station empfangen hatte. Über die Geschichte des Ortes, unbekannten Stränden und besonderen Sehenswürdigkeiten bekammen wir hier alles zu sehen.

Idylle in Howth.

Während des gesamten Ausfluges begleitete uns ein kalter, eisiger Wind, der das Meer in Wallung brachte und die Wellen an den Klippen zerschellen ließ. Es war ein atemberaubender Anblick, den wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Nach der rund dreistündigen Tour waren wir ordentlich durchgefroren, obwohl uns die Sonne die ganze Zeit über gnädig war und mit voller Kraft auf uns herab brannte. Der Wind allerdings, ließ keinen Platz für warme Temperaturen. 

Uns verschlug es danach (natürlich) in einen Pub mit traditioneller Hausmannskost. Wir wärmten uns bei einem Pint Guinness und einem köstlichen Meeresfrüchte Chowder und einen Beef Pie wieder auf. Das ist wirklich beeindruckend - die Iren verstehen sich darauf, das Gefühl ihres Landes in ihrer Küche umzusetzen. Das Essen ist warm und reichhaltig, aber trägt den Character von der rauen See und den unendlich grünen Weiten. Man schmeckt das Irische, das Lebensgefühl. 

Inzwischen darf man getrost sagen, dass wir unser Herz bereits ein Stück an dieses Land verloren haben.

Tag 3: The cliffs of Moher

Frisch ausgeruht startetn wir in den dritten Tag. Für heute war eigentlich eine Reisebustour in das berühmte Brú na Bóinne Valley geplant. Hier sieht man die ältesten Grabstätten Europas, den Sitz der Hochkönige des ursprünglichen Irlands am Hill of Tara und das sagenumwobene Newgrange, eine wahre Kultstätte, die auch heute noch zur Wintersonnenwende von tausenden Menschen besucht wird. 

Kurz vor Beginn der Tour erhielten wir allerdings die Nachricht, dass unser Ausflug gecancelt wurde. Das war ein wirklich unangenehmer Schlag in unsere Planung - da gerade diese Orte mir persönlich sehr wichtig waren und ich sie unbedingt sehen wollte. Aus Mangel an Alternativen entschlossen wir uns einfach trotzdem zu dem Treffpunkt des Busses zu gehen, in der Hoffnung dort auf weitere Möglichkeiten zu treffen. Die Freundlichkeit der Iren hat uns voll erwischt. Ein Busfahrer einer anderen Gesellschaft war schockiert über unser „Schicksal“ und bot uns gleich an, bei sich mitzufahren - bei einer Titanic Tour nach Belfast. Auch wenn wir unglaublich dankbar für die Hilfe waren, uns zog es in die Natur und wir würden ungern eine weitere Städtetour machen. Der Fahrer war weiterhin frohgemut und half uns wie er konnte - und schlußendlich bekamen wir noch einen Platz bei einer Tour die zu den Cliffs of Moher fuhr.

Diese Klippen sind wohl eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Irlands und wir hatten sie nur nicht eingeplant, weil die Reise von Dublin aus doch sehr lang für einen Tagesausflug ist. Aber nun bot sich uns diese Möglichkeit und wir schlugen einfach zu, besser als ohne Ziel zu bleiben. Wir würden diese Entscheidung nicht für eine Sekunde bereuen, denn dieser Ausflug war einer der schönsten und besten Erlebnisse die wir hatten.

Auf dem Weg zu den bekanntesten Steilklippen Irlands erzählte der Busfahrer uns einiges über das Land. Wir durchfuhren einmal die gesamte Breite der Insel, von Westen nach Osten. Uns zeigten sich atemberaubende Weiten und wunderschöne Felder voller Grün, Steinmauern und Schafen. Es war fast schon kitschig - aber so unglaublich authentisch und wunderschön.

Die Zeit verging wie im Flug und ehe wir uns versahen, waren wir bei den Klippen. Unser Fahrer warnte noch vor den nicht gesicherten Wegen und entließ uns dann, dieses Naturschauspiel zu bewundern. 

Der erste Anblick den wir von den Klippen erhaschten verschlug uns den Atem. Weit unter uns rauschte das Meer gegen den Felsen, wild und ungezähmt brach es sich an den scharfen Kanten. Die Felsen zogen sich endlos in die Tiefe - und über uns ein unendlich weiter, azurblauer Himmel.

Die bekanntesten Steilküsten Irlands.

Dieser Moment schien in seiner Perfektion magisch zu sein. So weit das Auge reicht nur das Meer und der Himmel, in einem atemberaubenden Kaleidoskop unterschiedlichster Blautöne.

Nachdem wir uns an dem Panorama eine Weile satt gesehen hatten, wanderten wir an der Küste entlang. Gepflasterter Boden weicht nach kurzer Zeit einem offenen Trampelpfad, direkt an den Klippen. Die Erde war weich, nass vom Regen der letzten Tage. Das Gras schimmerte regelrecht, smaragdgrün und schier endlos. Wir gingen hier nicht weit, die Gefahr durch den Schlamm ist doch etwas zu groß. Wenn einen nur ein halber Meter zum Abgrund trennt, sollte man wirklich vorsichtig sein. Aber das Gefühl, auf weichen Wogen an den schönsten Klippen Irlands zu stehen, wird für immer bei uns bleiben.

Auf dem Rückweg zur Aussichtsplattform waren wir still und genoßen einfach nur. Der kalte Wind rauschte uns um die Ohren und nahm alle schweren Gedanken und Sorgen mit sich. Hier fühlte sich die Welt richtig an.

Inzwischen ist es offiziell, ich habe mein Herz an Irland und seine schroffe Schönheit verloren.

Nachdem wir zurück waren neigt sich der Ausflug langsam dem Ende zu, und nach einer typisch irischen Stärkung aus Tee und Scones ging es wieder Richtung Dublin. Auf dem Rückweg erlebten wir noch das ein oder andere Naturschauspiel und blieben an schönen Orten, wie der niedlichen Küstenstadt Doolin stehen.

Tag 3, am Abend: Temple Bar

Dublin empfing uns mit ihrem pulsierenden Nachtleben und wir machten noch einen gemütlichen Abstecher nach Temple Bar. Was wäre ein Besuch hier, ohne dieses berühmt berüchtigte Viertel zu erkunden?

Kaum, dass wir die Schwelle in den Stadtteil übertreten hatten, waren wir schon umgeben von diesem wahrhaftig irischen Gefühl. Überall leuchtete und funkelte es, Gelächter schallte aus den offenen Pubtüren, man hörte die unterschiedlichste Musik aus den Fenstern schallen. Temple Bar pocht voller Leben und lädt zum Erleben ein! Da liesen wir uns nicht zweimal bitten und kehrten im nächstbesten Pub ein. Mein neues Lieblingsgetränk - ein waschechtes irisches Pale Ale aus hauseigener Brauerei.

Nach dem ein oder anderen Gläschen tummelten wir uns wieder auf den Straßen und erkundeten weiter. Temple Bar scheint ein wahrer Hotspot an Möglichkeiten zu sein, hier gibt es neben traditionell irischem Essen und Trinken auch Köstlichkeiten aus aller Welt. Die Versuchung war groß, einfach alles mal zu probieren! 
Nach dem ausgiebigem Erkundungsgang zog es uns dann aber doch wieder Richtung Hotel, und mit einem zufriedenen Seufzer ging auch Tag 3 zu Ende. 

Tag 4: Slán go fóill, Éire!

Am vierten Tag war es leider schon soweit, die Sachen waren gepackt und wir zogen in die Innenstadt um nochmal ein leckeres Full Irish Breakfast zu genießen, ehe es zum Flughafen ging.

Die Tage waren voller Action und Erlebnissen und wir sind erfüllt und überglücklich von Allem, was wir gesehen haben. Als wir in die Lüfte starten verabschiedet Dublin uns mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel.

Wir können nun mit Gewissheit sagen, das Irland wirklich ein Land voller Märchen und Wunder ist. Die Farben hier sind satter, die Luft klarer und der Horizont weiter. Uns wird es auf jeden Fall wieder sehen.

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